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Martial Arts-Kämpfer Florian Harringer will in Bad Ischl Gegner aufs Kreuz legen

Hans Promberger, 04.05.2016 12:33

BAD ISCHL/EBENSEE. Beim „Back 2 the roots“-Event am 14. Mai im Kongress- und Theaterhaus zeigen Thaiboxer und „Mixed Martial Arts“-Kämpfer ihr Können. Einer davon ist Lokalmatador Florian Harringer. Tips sprach mit ihm über Training, sportliche Erwartungen und warum er „Samurai“ genannt wird.

Harringers Kampfkünste sind am 14. 5. in Bad Ischl zu sehen. Foto: Milan Krusic
  1 / 2   Harringers Kampfkünste sind am 14. 5. in Bad Ischl zu sehen. Foto: Milan Krusic

Der 28-jährige Ebenseer Profi-Kämpfer wird beim „Großkampftag“ einen der Hauptkämpfe bestreiten. Das 1,87 Meter große und 93 Kilogramm schwere Muskelpaket bereitet sich intensiv auf die Auseinandersetzung mit dem Tschechen Marek Pilar vor.

Tips: Wie sind Sie zum „Mixed Martial Arts“ gekommen?

Harringer: Schon vor dem Bundesheer habe ich geboxt. Dann habe ich Thaiboxer gesehen und hatte das Gefühl, dass die Thaiboxer den „herkömmlichen“ Boxern überlegen sind. Beim Training in Salzburg habe ich dann Bodenkämpfer beim Ringen und Jiu Jitsu beobachtet. Ich will mich immer weiterentwickeln und einfach meinem Gegner überlegen sein.

Wie schaut das Training aus?

Ich trainiere zwei bis drei Mal pro Tag. Das heißt aber nicht nur körperliches Krafttraining, sondern auch Arbeit an der mentalen Stärke.

Sie sind Profi-Kämpfer. Kann man davon leben?

In Österreich mehr schlecht als recht. Österreich ist hinsichtlich „Martial Arts“ noch ein Entwicklungsland, aber wir kämpfen auch in Tschechien, Deutschland, Kroatien oder Skandinavien, wo unsere Sportart weit verbreitet ist und viele Fans hat.

Wie oft kann man bei der körperlichen Belastung kämpfen?

Wenn man will, jedes Wochenende, aber Ärzte raten zu Kampfpausen von drei bis vier Monaten. Denn erstens ist die Verletzungsgefahr hoch und zweitens die Kampfvorbereitung körperlich sehr anstrengend. Wir trainieren ja viel Muskelmasse an und müssen dann in kurzer Zeit dem Körper viel Wasser entziehen, um abzunehmen, damit wir auf unser Kampfgewicht kommen, aber gleichzeitig der Muskelaufbau bleibt. Ich habe zum Beispiel einmal innerhalb von drei Wochen 14 Kilogramm abgenommen. Das geht ziemlich auf Nieren und Leber und ist nur mit ärztlicher Begleitung möglich.

Ihr Kampfname ist „Samurai“. Wieso eigentlich?

Ich habe keine asiatischen Züge, ich sehe ja eigentlich wie ein Ire aus (grinst). Aber ich strahle eine „asiatische“ Ruhe und Überlegenheit aus.

Was erwarten Sie vom Kampf in Bad Ischl?

Ich schaue mir den „Freund“ mal in der ersten Runde an (eine Runde dauert fünf Minuten, Anm. d. Red.) und möchte ihn dann in der zweiten Runde k.o. schlagen.

Gibt es einen „Harringer-Kampfstil“ oder eine spezielle Taktik?

Das hängt vom Gegner und meiner Laune ab. Normalerweise bin ich ruhig und konzentriert und zeige keine Emotionen. Aber wenn mir jemand Schmerzen zufügt, möchte ich sie ihm drei- und vierfach zurückgeben. Ich versuche jetzt den Kampf meist beim „Stand up“, also im Stehen zu entscheiden. Früher habe ich mehr am Boden gekämpft.

Wie wichtig sind die Fans oder das Anfeuern bei einem Kampf?

Das kriege ich nicht so mit. Wenn der Kopf eingeschaltet ist, bin ich voll fokussiert auf den Kampf.

Wie steht ihre Familie zu ihren sportlichen Aktivitäten?

Naja, sie war nicht besonders begeistert. Meinen Vater hatte ich schon fast soweit, dass er es akzeptiert. Meine Frau muss es gezwungener Weise aushalten. Da hat sie keine Wahl (grinst).

Kommt es vor, dass man Sie in der Freizeit provoziert und sich mit Ihnen messen möchte?

Ich geh solchen Situationen eigentlich aus dem Weg. Manchmal ist es aber schwer, jemandem zu erklären, dass er kein Gegner ist. Aber mittlerweile kennen mich auch viele und verzichten auf eine Konfrontation.

Was sind ihre sportlichen Ziele?

Harringer: Ich bin auf Gürteljagd und habe in nächster Zeit viele Kämpfe. Aber die meisten Gegner kenne ich nur aus dem Internet.


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