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BAD ISCHL/VILLACH. Tennis-Ass Tina Pesendorfer aus Bad Ischl setzte sich gegen die 19-fache Staatsmeisterin Margrit Fink in zwei Sätzen durch.

Staatsmeisterin Tina Pesendorfer aus Bad Ischl. Foto: privat
Staatsmeisterin Tina Pesendorfer aus Bad Ischl. Foto: privat

Seit einigen Jahren ist Tina Pesendorfer Bad Ischls Aushängeschild in Sachen Rollstuhltennis. Auch einer ihrer Trainingsstützpunkte befindet sich direkt in der Kaiserstadt, nämlich beim TC Bad Ischl, wo sie von Alex Bucewicz und seiner Tennis Academy betreut und auf wichtige Turniere vorbereitet wird. Von 10. bis 12. Juli fanden in Villach die Rollstuhltennis-Staatsmeisterschaften statt, was für die Ischlerin natürlich ein Fixpunkt im von Corona gezeichneten Turnierkalender ist. Ihre erste Gegnerin war Vanessa Jenewein aus Tirol, die sie 6:4 und 6:3 besiegen konnte. Ihr zweites Match - gegen die Burgenländerin Eva Kern - bestritt Pesendorfer witterungsbedingt in der Halle, wo sie souveränen zeigte, dass ihr die Umstellung nicht schwerfiel.

Finale gegen die 19-fache Staatsmeisterin

So kam es schließlich zum großen Finale gegen eine wahre Legende des österreichischen Rollstuhltennis-Sports: Margrit Fink, ihres Zeichens 19-fache und bislang ungeschlagene Staatsmeisterin. Und nachdem Pesendorfer im November beim Masters noch glatt mit 2:6 unterlegen war, schien die Favoritenrolle klar vergeben. Doch der Start war fulminant: „Der erste Satz lief wirklich gut“, sagt Pesendorfer. „Ich habe kaum Fehler gemacht, super aufgeschlagen und gut retourniert.“ So ging der erste Durchgang glatt mit 6:1 an die Ischlerin. Wesentlich ausgeglichener gestaltete sich hingegen der zweite Satz: „Da habe leider etwas Konzentration verloren, aber beim Stand von 5:5 noch einmal alle Kräfte gesammelt und das Ding nach Hause gespielt.“ Das Ergebnis: 7:5 und eine frisch gebackene Staatsmeisterin.

Keine Zeit zum Ausruhen: Ziel sind noch immer die Paralympics

Ein Titel, der zeigt, wie hart die Bad Ischlerin in den letzten Monaten an sich gearbeitet hat und sicherlich auch Mut für die kommenden Aufgaben macht. Zeit zum Ausruhen nahm sich Tina Pesendorfer fast keine. So wurde sie bereits nach nur einem Tag Pause wieder auf der heimischen Anlage in Kaltenbach beim Training gesichtet. „Das große Ziel ist noch immer die Teilnahme an den Paralympics“, sagt Pesendorfer. Dazu müssen auch wieder Punkte bei internationalen Turnieren für die Weltrangliste gesammelt werden. Aktuell ist die Bad Ischlerin Nummer 103, ihr Karriere-Hoch war vor „Corona“ aber schon einmal die Position 63. Pesendorfer hofft, dass sie bereits im August wieder ein Turnier spielen kann. Am Plan, so die Pandemie-Maßnahmen nicht wieder verschärft werden, stünde ein Event in Tschechien. „Sonst aber hoffentlich spätestens im September“, bleibt Pesendorfer optimistisch.


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