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Corona-Krise: Keine Aufträge, keine Unterstützung

Sabrina Lang, 02.05.2020 15:08

BAD SCHALLERBACH. „Koste es, was es wolle“ war das erklärte Ziel der Bundesregierung, Unternehmen aller Art durch die Corona-Krise zu helfen. Doch vor allem beim Härtefonds scheint es zu spießen, Kleinstunternehmer fallen hier nicht selten durch den Rost. Auch Fotograf Andreas Maringer musste feststellen: Auch wenn er keinen Umsatz machen kann, Unterstützung erhält er keine.

Bei Andreas Maringer trägt auch die Kamera eine Schutzmaske – für ihn gibt es derzeit keine Aufträge. Foto: privat

Für gewöhnlich ist Andreas Maringer aus Bad Schallerbach als Fotograf unterwegs – auf Veransaltungen, Firmenevents oder bei Fototerminen mit Privatpersonen. Seit 10. März ist alles anders. Mit dem Veranstaltungsverbot und den Ausgangsbeschränkungen brach das Fotografigeschäft ein. Nur ausständige Rechnungen der letzten Monate wurden von den Kunden noch bezahlt und genau dies wurde zum Problem. Da die Zahlungseingänge erst jetzt auf dem seinem Konto landeten und er damit „Einnahmen“ verzeichnete, stehen Maringer laut den Kriterien für den Härtefall-Fonds keine Unterstützungszahlung zu.

Keine Unterstützung? Dafür gibt es mehrere Gründe

Unternehmer fallen laut Informationen der Wirtschaftskammer beim Härtefonds durch den Rost, wenn die Unternehmens-Gründung erst 2019 erfolgte und noch kein Einkommenssteuerbescheid oder ein negativer Steuerbescheid vorliegt, wenn keine Pflichtversicherung in einer gesetzlichen Sozialversicherung vorliegt oder es zu hohe Nebeneinkünfte aus Land- und Forstwirtschaft oder unselbständiger Arbeit gibt sowie, wenn es im März zu hohe Zahlungseingänge aus vorangegangenen Aufträgen gegeben hat. „Ich bin seit 10. März daheim, habe keine Aufträge, keinen Umsatz gemacht und trotzdem ist es zu viel“, erzählt Maringer. Diese Einnahmen aus älteren Aufträgen muss Maringer zudem versteuern und Sozialversicherung bezahlen. So entstehe mehr Schaden, meint Maringer. Zwei Monate könne er noch ohne Aufträge durchhalten, danach würde wohl ein Termin bei der Bank und ein Kredit notwendig.

Eventuell greift Land unterstützend ein

Eine Hoffnung gäbe es allerdings für Kleinunternehmer wie Maringer: Das Land Oberösterreich sichert zu, Betrieben, die keine Unterstützung des Bundes erhalten, einen Direktzuschuss zu gewähren.


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