Wimsbacher Hackenschmiede läuft wieder
BAD WIMSBACH-NEYDHARTING. Im Vorjahr zerstörte ein Hochwasser entlang des Wimbaches auch wichtige Teile des Freilichtmuseums Wimsbacher Hackenschmiede. Nach umfangreichen Arbeiten läuft die Schmiede nun wieder – und das wird gefeiert.

In liebevoller Kleinarbeit und mit großem Engagement der Schmiede sowie der Verantwortlichen des Kulturvereins konnten die beschädigten Teile so repariert werden, dass man den Handwerksbetrieb wieder herstellen konnte. Unter dem Motto „Schmiede läuft wieder“ wird am Sonntag, 7. Mai, 10 Uhr ein Festakt begangen. Diakon Josef Greifeneder wird die Hackenschmiede in der Almeggersraße segnen. Sein Vater, ein gelernter und geschätzter Zimmerer, hat übrigens die Wasserräder der Hackenschmiede gemacht. Mit einem Frühschoppen wird im Anschluss die Instandsetzung der Schmiede gefeiert. Für das leibliche Wohl sorgt der Kulturverein. Ab 14 Uhr wird dem Schmieden wie um das Jahr 1900 besondere Aufmerksamkeit geschenkt.
Ein Besuch lohnt sich
Das Freilichtmuseum Hackenschmiede zeigt anschaulich die Nutzung der Wasserkraft, das Schmieden kann man hautnah erleben. Mit drei unterschlächtigen Wasserrädern wird die Fließenergie des Wimbaches genutzt, um die Anlagen anzutreiben. Das größte Wasserrad mit 3,1 Metern Durchmesser, einem sechs Meter langen Grindel und zwei Schwanzhämmern ist das Prunkstück der Hammerschmiede.
Bereits 1604 datiert die Hackenschmiede erstmals in den Pfarrmatriken und ist somit eine der ältesten in Österreich. Der Kulturverein der Gemeinde erwarb 1968 vom letzten Schmiedemeister die Hackenschmiede und renovierte sie. Bei einer Schmiedevorführung erleben die Zuseher das Verformen von glühendem Eisen und damit eine alte Handwerkskunst. Wer Mut und Kraft besitzt kann aktiv mitmachen. Anmeldungen für Führungen (ab Mai) am Gemeindeamt und unter 07245/25055-0


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