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BAD ZELL. Es ist der krönende Abschluss eines großartigen Theaterprojekts: Das Drama „Die Hexenmacher. Eine Familienausrottung“ wurde im Linzer Landhaus mit dem OÖ Volkskultur-Förderpreis ausgezeichnet (Tips hat berichtet). Mit dem Preisgeld wird in Bad Zell eine Gedenkstätte errichtet.

Michaela Keplinger-Mitterlehner (Raiffeisen Landesbank), Hans Hinterreiter, Lizi Pilz, Zita Eder, Martina Fröhlich, Wolfgang Aistleitner, LH Thomas Stelzer (v. .l.) Foto: Land OÖ/Sabrina Liedl

Wolfgang Aistleitner (Autor und Regisseur), Hans Hinterreiter (Leiter des Volksbildungswerks Bad Zell), Lizi Pilz, Martina Fröhlich und Ideengeberin Zita Eder, die gemeinsam die künstlerische Leitung innehatten, nahmen den mit 3.700 Euro dotierten Preis von Landeshauptmann Thomas Stelzer entgegen. Beeindruckt war die Jury, dass es bei diesem Stück nicht nur um die Darstellung des historischen Hexenprozesses ging, sondern auch darum, wie es zu derart unmenschlichen Handlungen kommen kann – „eine Frage, die sehr aktuell ist“, betonte Jury-Vorsitzender Helmut Eberhart, Uni-Professor in Graz.

Zeichen der lebendigen Volkskultur

Darüber hinaus ist die Theatergruppe mit mehr als 100 Mitwirkenden zu einer besonderen Gemeinschaft zusammengewachsen. Auch das sei ein starkes Zeichen für eine lebendige Volkskultur, unterstrich Landeshauptmann Stelzer. Die Preisverleihung wurde moderiert von ORF-Sprecher Franz Gumpenberger, der beim Theaterstück die Rolle des Beichtvaters übernommen hatte. Auch nach dem Ende der Vorstellungen soll das Theaterstück ein Zeichen setzen: Mit dem Preisgeld wird in Bad Zell eine Gedenkstätte errichtet. „Wir möchten ein Mahnmal mit den Namen der Familie Wagenlehner schaffen“, kündigt Hans Hinterreiter an.

Hexenmacher gibt es noch immer

„Es soll die Familie rehabilitieren und auch zeigen, dass es noch immer „Hexenmacher“ gibt, die Andersdenkende unterdrücken.“ Spende für PfarrkircheMit einem Teil der Einnahmen der ausverkauften zehn Vorstellungen wird ein weiteres Großprojekt unterstützt: Bei der Feier im Gasthaus Populorum übergab die Theatergruppe Pfarrer Hans Resch einen Scheck in Höhe von 2.000 Euro für die Renovierung der Pfarrkirche.


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