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BÖHEIMKIRCHEN. Die Marktgemeinde zeigt sich aufgrund des sechsfachen Mordes an einer Familie in Schildberg sehr geschockt. Bürgermeister Johann Hell (SPÖ), Volksschuldirektorin Silvia Riegler und Andrea Richter, Landesreferentin in der Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung im Landesschulrat für Niederösterreich, gaben Auskunft über die Familie und ihre Beziehung zur Gemeinde beziehungsweise zur Schule.

  1 / 2   v.l.: Landesreferentin Andrea Richter, Direktorin Silvia Riegler, Bürgermeister Johann Hell Fotos: Thomas Lettner

„Die Marktgemeinde Böheimkirchen ist durch diesen Vorfall natürlich sehr bestürzt. Wir trauern um die Familie. Die Familie ist im April 2015 von Kirchstetten nach Böheimkirchen gezogen. Sie hat ein Haus erworben, das früher ein Wirtshaus war. Sechs Personen waren dort gemeldet. Die Familie hat sehr ruhig in der Marktgemeinde gelebt und hat nach der Anmeldung zur Gemeinde so gut wie keinen Kontakt gehabt. Sie haben sich in das gesellschaftliche Leben in der Marktgemeinde nicht eingebracht, sie waren nicht aktiv in Vereinen oder Organisationen und sind deswegen nicht aufgefallen“, berichtete Bürgermeister Hell.

Volksschuldirektorin Silvia Riegler: „Die Kinder waren in der Schule entschuldigt. Wir waren alle sehr betroffen, als wir das gehört haben. Alle drei Kinder besuchten die Volksschule, ein Mäderl war in der ersten Klasse, die beiden Buben in der dritten und vierten Klasse. Man glaubt nicht, dass so etwas passieren kann. Es war überhaupt nichts Auffälliges an der Familie. Die Kinder waren ganz normal und gut integriert in ihren Klassen. Die Mutter hat einen guten Kontakt zu den Klassenlehrern gepflegt. Es war eine ganz normale Familie. Als ich gehört habe, um welche Familie es sich handelt, habe ich sofort die Schulpsychologie angerufen, den Landesschulrat und alle zuständigen Personen, damit heute früh schon ein Krisenteam vor Ort ist. Wir haben uns heute schon vor dem Unterricht getroffen, haben von der Schulpsychologie Betreuerinnen bekommen und sind in die Klassen zur Betreuung gegangen.“ Die Betreuung werde bestmöglich in der nächsten Zeit weitergeführt, das sei momentan die wichtigste Aufgabe. Auch die Lehrer werden betreut. Riegler berichtete auch, dass die Mutter der toten Kinder am Montag, 21. November, die Kinder an der Schule abgemeldet habe. „Sie hat die Schule angerufen, da ihre Mutter verstorben sei, es ein großer Schock für sie sei und die Kinder deswegen einige Tage fehlen würden“, so Riegler.

Landesreferentin Andrea Richter: „Das Team war heute schon vor Unterricht vor Ort, es hat mit den Lehrern eine Vorbesprechung gegeben, wie der Unterricht stattfinden soll. Die Kinder bekommen sehr viel Zeit darüber zu sprechen, was ihnen Sorgen macht. Die Betreuerinnen unterstützen die Lehrer dabei, die Erlebnisse einordnen zu können. Diese Erlebnisse sind nicht alltäglich und machen Kindern große Angst. Jetzt ist es wichtig, dass Ruhe einkehrt und die Kinder das Erlebte verarbeiten können. Auch nächste Woche werden wir immer wieder vor Ort sein zur Unterstützung der Kinder, Lehrer und Eltern. Es geht vor allem um Gespräche.“


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