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BRAUNAU. Mit „Neues vom Onkel Franz“ veröffentlicht der Braunauer Klaus Ranzenberger sein zweites Buch über das eigenwillige, aber liebenswerte Innviertler Urgestein. Diesmal muss der Onkel Franz in die Großstadt „auf“ Wien.

Nach „Der Onkel Franz oder die Typologie des Innviertlers“ widmet Klaus Ranzenberger dem Innviertler Original ein weiteres Buch. Dieses Mal handelt es sich jedoch nicht um Anekdoten und Betrachtungen, sondern um eine durchgehende Erzählung. Der Onkel Franz muss „auf“ Wien, wegen einer Erbschaftsangelegenheit. So wirklich gern begibt er sich aber nicht auf diese Zugreise. Schon der überhebliche und grantige Beamte am Fahrkartenschalter lässt ihn ahnen, dass ihm diese Fahrt einiges abverlangen wird. Dass sie jedoch zu einer echten Bildungsreise wird, damit hätte er wirklich nicht gerechnet.

Begegnungen

So trifft er auf einen jungen Mann, der ihm die Segnungen des Lieferdienstes für Junk-Food nahebringen will, lernt den ehemaligen Investment-Banker und jetzigen Bio-Bauern Albert Marx kennen, er macht mit einem Staatsverweigerer ebenso Bekanntschaft wie mit dem Fahrer eines Paketdienstes und sogar mit einem etwas angetrunkenen Minister. Daneben stolpert er noch über eine ganze Reihe weiterer bemerkenswerter Figuren, allesamt Archetypen für Geisteshaltungen, die dem Onkel Franz nicht immer gefallen.

Zivilisationskritik

In „Der Onkel Franz oder die Odyssee eines Innviertlers“ schickt Ranzenberger seinen Onkel Franz nicht nur auf eine Reise zu den Auswüchsen der technischen und digitalen Möglichkeiten, er lässt ihn auch mit seiner bedächtigen Unbestechlichkeit eine gehörige Portion Zivilisationskritik üben.

Neues vom Onkel Franz oder die Odyssee eines Innviertlers, Klaus Ranzenberger, Verlag Anton Pustet, 160 Seiten, 22 Euro


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