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BRAUNAU. Was einst als kleines Theater für den Verein Oberliachd“n begann, ist heute das offizielle Kulturhaus der Stadt Braunau. Kultur im Gugg feierte am Wochenende 30 Jahre. Auch Pläne für die Zukunft stehen schon fest.

Foto: Judith Heiduk
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Im Jahr 1989 wurde die ehemalige Fabrik für Feuerwehrspritzen Gugg in der Palmstraße erstmals zur Aufführung einer Theaterproduktion genutzt. Der Verein Oberliachd“n, der sich fünf Jahre zuvor als Interessensgemeinschaft gründete, zeigte „Vergrabenes Kind“. Die Anmietung des leerstehenden Gebäudes sollte nur vorübergehend sein, schlussendlich wurden daraus jedoch 30 Jahre.

Erfolgreicher Kulturbetrieb

In den drei Jahrzehnten mit mehreren Umbauten entwickelte sich ein erfolgreicher Kulturbetrieb. Seit 2005 ist das Gugg offizielles Kulturhaus der Stadt Braunau. Reinald Grebe, Olaf Schubert, Georg Schramm oder Topsy Küppers sind nur ein Bruchteil der langen Reihe an namhaften Künstlern, die hier bereits auf der Bühne standen. Es gab aber auch viele Eigenproduktionen, auf die in Zukunft wieder mehr Augenmerk gelegt werden soll, wie Geschäftsführer Alois Mandl verrät: „Zurück zu den Wurzeln, sozusagen, denn schließlich sind es die Eigenproduktionen, die den Verein Oberliachd“n beziehungsweise Kultur im Gugg aus der Taufe gehoben haben.“ Selbstverständlich sollen aber auch die Gastkünstler nicht vernachlässigt werden. Die nächste Eigenproduktion steht übrigens schon wieder fest: Am 2. Nevember 2019 wird die Komödie „Don Camillo & Peppone“ von gerold Theobald Premiere feiern.

Mehr junges Publikum

Ein weiteres Ziel ist es, mehr junges Publikum ins Gugg zu holen. Dazu sind bereits Kooperationen mit Braunauer Schulen angelaufen. „Die Zusammenarbeit möchten wir aktiv halten und weiter ausbauen in der Hoffnung, die nächste Generation für die Bühnenkunst begeistern zu können“, sagt Mandl. Dies findet sich auch im Programm mit einem jährlichen Poetry Slam wieder. Außerdem wird daran gearbeitet, das Kinder- und Jugendtheater wieder aufleben zu lassen.

Lebensgeschichte eines großen Braunauers

Ein weiteres Projekt steht ebenfalls bereits in den Startlöchern: Die Dramtisierung der Lebensgeschichte eines großen Braunauers. Um wem es sich dabei genau handelt, verrät Mandl noch nicht, nur so viel: „Sein spannendes und auch tragisches Leben bietet vielversprechenden Stoff für die Theaterbühne. Leider gehört er zu den 'vergessenen Söhnen' der Stadt, was sich unserer Meinung nach dringend ändern sollte.“


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