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INNVIERTEL. Braunau, Ried und Schärding wollen heuer mit dem „Inn4tler Sommer“ ganz viel Musik, Theater, Kunst und vor allem kulturelle Höhepunkte in die Städte bringen. Die Veranstaltungen starten im Mai und werden bis Ende September fortgeführt.

Marco Baccili (v. l.), Angelika Weinberger, Sieglinde Burgstaller, Günter Streicher, Bernhard Zwielehner, Sieglinde Frohmann, Johanna Beham und Eduard Geroldinger präsentierten gemeinsam das Programm für den Innviertler Kultursommer. (Foto: Tips)

Nicht nur landschaftlich, sondern auch kulturell hat das Innviertel einiges zu bieten – das will der „Inn4tler Sommer“ einmal mehr beweisen. Zum 14. Mal wird das Programm nun schon von den Bezirkshauptstädten gestaltet. Und auch heuer soll sich die Veranstaltungsreihe wieder durch Vielfalt und Qualität auszeichnen.

Das Programm wird in die Themenschwerpunkte Musik, Theater, Kunst und „hautnah“ aufgeteilt und soll für alle Altersgruppen und Interessen etwas bereithalten. „Mit dabei sind bekannte Gesichter und auch junge Künstler, die sich erstmals beweisen wollen“, berichtet Sieglinde Burgstaller vom Stadtamt Braunau. Zu sehen und hören sind sowohl regionale als auch internationale Größen.

Traditionelles trifft Modernes

In Braunau zeigen diverse Musiker aus der Region ihr Können, wie der Komponist Gabriel Romberger. Der Konzertchor Braunau feiert in einem Jubiläumskonzert sein 175-jähriges Bestehen. Eine Besonderheit ist auch das Stadtfest Braunau, das seinen Besuchern ein abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Bands bietet.

In der Innenstadt wagen sich die Akteure des Bauhoftheaters mit „Lysistrata oder Friede, Freude, Eierkuchen“ an einen Stoff aus der Antike und zeigen, dass das Werk auch noch 2.400 Jahre nichts an Aktualität verloren hat. Für Kinder wird „Das Gespenst von Canterville“ auf die Bühne gebracht.

Das Gugg zeigt vor und nach seiner Sommerpause spannende Veranstaltungen, bei denen auch Querdenkern Raum gegeben wird. Im Herbst soll das vor einigen Jahren sehr erfolgreiche „Theater von Kinder für Kinder“ wiedereingeführt werden, erklärt die Gugg-Geschäftsführerin Angelika Weinberger. Am 18. September hat das Kindermusical „Der kleine Glöckner von Notre Dame“ Premiere.

Zahlreiche Ausstellungen runden das Programm ab. Schon jetzt gibt es im Kunstraum Valentinum „The crown of humanity“ von Pete Kilkenny zu sehen. Im Bezirksmuseum Herzogsburg zeigt Christine Perseis ihre Skulpturen. In der Sparte „hautnah“ sind Tage der offenen Tür, Poetry Slams und viele weitere Veranstaltungen geplant. „Es empfiehlt sich, den Onlineauftritt im Auge zu behalten, denn es wird viel spontan passieren“, rät Burgstaller.

Klassisch, sakral, modern

Auch in Ried setzt man auf Vielfalt. Die pulsierende Kulturszene der Stadt soll durch vielseitige Musik, zeitgenössische Kunst und Performance oder auch Mundart zum Ausdruck gebracht werden, wie Sieglinde Frohmann, die Leiterin der Kulturabteilung in Ried berichtet.

Sehenswert sind die vielen Ausstellungen. Am 10. Mai zeigt das Museum am Kirchenplatz etwa Kurioses und Außergewöhnliches. Bei der Vernissage „Schau, schau!“ offenbaren vier Künstlerinnen verschiedene Blickwinkel. Das 20gerhaus feiert am 2. Juli außerdem sein 15-Jahr-Jubiläum. Weitere Programmpunkte sind eine Buchvorstellung von Wolfgang Marschall, ein musikalischer Stadtrundgang und die Feier von diversen Stelzhamer-Jubiläen.

Bekannte Interpreten

Hochkarätige Künstler hat das KIK in petto und präsentiert bei einem urbanen Festival Musiker wie Nino aus Wien. Mitte Juli ist das Sommer Open Air des Sinfonischen Blasorchesters (SBO) Ried, das gemeinsam mit der OÖ. Tanzakademie veranstaltet wird. Josh. tritt am 30. Juli in der Red Zac Arena auf.

Weitere musikalische Höhepunkte sind laut dem Rieder Landesmusikschulleiter Eduard Geroldinger etwa das Konzert von Musica Sacra oder das Orgel- und Saxophon-Konzert „Wind“. Am 24. September werden sogar Opern auf Bayrisch vertont. Beim „Hörsturm-Tag“ am 7. Juli gibt es unter anderem eine Performance oder mit dem „Gewürzsturm“ ein Konzert zum Hören, Fühlen und Schmecken.

Malerische Kulturkulisse

In Schärding ist in der Schlossgalerie mit „Vom Raum zum Menschen. Vom Menschen zum Raum“ ebenfalls bereits die erste Ausstellung angelaufen. Traditionell wird es am 1. Mai beim Maibaumfest mit dem Lions-Club. Im Kubinsaal wird am 2. Juni mit der Schulband Stelzhamma und Charly Schmid außerdem das 75-Jahr-Jubiläum des Gym Schärding nachgeholt. Ein großes Charity-Event ist das Konzert der Coverband „The Queen Kings“, bei dem für die Ukrainehilfe gesammelt wird.

Für Gaumenfreuden sorgt außerdem das Schlemmerfest am Stadtplatz. Beim „Sommer des Respekts“ von 20. Juni bis Mitte Juli, das von karitativen Institutionen wie der Caritas initiiert wurde, geht es darum, dass die Schärdinger selbst Kultur machen.

Dass das Programm wieder Wirklichkeit werden konnte, freut Johanna Beham vom Veranstaltungswesen und Günter Streicher (SPÖ), den Bürgermeister von Schärding. „Ich möchte mit den anderen Städten etwas bewegen“, sagt Streicher. Auch Rieds Bürgermeister Bernhard Zwielehner (ÖVP) und Braunaus Vizebürgermeister Marco Baccili (ÖVP) wollen den Zusammenhalt im Innviertel fördern – und die Kultur als Anstoß nutzen: „Ich glaube, wir können ­­auch über die Kultur hinaus gemeinsam viel erreichen“, betont Zwielehner.

Das ganze Programm:
www.inn4tler-sommer.at

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