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„Das geht oft schwer unter die Haut“ – Hilfe bei belastenden Feuerwehr-Einsätzen

Sabrina Reiter, 26.05.2015 15:28

BEZIRK/INNVIERTEL. Das SvE-Team Innviertel betreut Feuerwehrleute bei der Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen. Im Bezirk Braunau ist der Bezirks-Feuerwehrkurat Leon Sireisky im Einsatz.

Feuerwehrleute sind bei Einsätzen oftmals psychischer Belastung ausgesetzt – hier hilft das SvE-Team Innviertel.
Der Tod eines Kameraden, verunglückte Kinder oder die Bergung einer Leiche – Feuerwehrleute kommen immer wieder in Situationen, die nicht nur physisch sondern auch psychisch schwer belastend sind. Um den Kameraden noch effizienter bei der Stressverarbeitung nach belastenden Ereignissen (SvE) helfen zu können, haben sich im Jahr 2012 die acht Feuerwehrseelsorger der drei Bezirke Braunau, Ried und Schärding zum SvE-Team Innviertel zusammengeschlossen. „Es geht darum, Kameraden zu helfen, die im Einsatz waren und dort Belastendes erlebt haben“, erklärt der für den Bezirk Braunau zuständige Feuerwehrkurat Leon Sireisky, Vikar in Mattighofen und Pfarrer in Pischelsdorf. Einer der schlimmsten Fälle in den letzten Jahren war der Schulbusunfall in Schwand im März 2014. Viele der 19 verunglückten Kinder, eines davon tödlich, waren den Feuerwehrleuten bekannt. „Sowas geht schon schwer unter die Haut und kann zu Folgeschäden führen“, betont Sireisky und erklärt, dies könne sogar so weit gehen, dass Feuerwehrleute nicht mehr in der Lage sind, Einsätze zu bewältigen. Damit es gar nicht erst so weit kommt arbeiten der Seelsorger und sogenannte Peers – das sind speziell für diesen Zweck ausgebildete Feuerwehrleute – in Dreiergruppen mit dem Betroffenen, sprechen mit ihm und analysieren die Situation. Notfalls wird er an Fachkräfte wie Psychotherapeuten weitergeleitet. „Wir dürfen unsere Kameraden in sochen Fällen nicht einfach heimgehen lassen“, pflichtet auch Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Kaiser bei. Ebenso wie Sireisky wünscht auch er sich, dass der SvE-Dienst im Feuerwehrwesen zur Selbstverständlichkeit wird. Denn niemand ist davor gefeit – auch die erfahrensten Feuerwehrleute können nach schockierenden Erlebnissen Stressreaktionen zeigen, die ihre Handlungsfähigkeit einschränken oder sogar bleibende Schäden verursachen können.  

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schiefer
schiefer
26.05.2015 17:42

Das geht oft schwer unter die Haut

Danke für diesen wichtigen Beitrag. ich habe selber in meiner Zeit als Kommandant solche Dienste nach schweren VUfür die Mannschaft in Anspruch genommen