"Einfach kommen, schauen und mit ihnen erzählen"
MAUERKIRCHEN. In Mauerkirchen – Obermarkt 12 – sind seit Dezember Asylwerber aus Syrien untergebracht und warten dort auf einen positiven Bescheid. Um ihnen das Warten zu verkürzen und die Zeit sinnvoll zu nutzen, organisiert das Hilfsnetzwerk Mauerkirchen Deutschkurse, Koch- und Benimmkurse sowie Ausflüge und Feste.

Seit der Unterbringung von Flüchtlingen in Mauerkirchen fanden sich rasch Helfer, die das Hilfsnetzwerk Mauerkirchen gegründet haben, um sich intensiv um die Schutzsuchenden zu kümmern. Organisatorin ist Karolina Schied-Stigler. Während die Flüchtlinge auf einen hoffentlich positiven Bescheid warten, wird ihnen in Mauerkirchen einiges geboten. Zuerst erhalten sie Infos über die gesetzlichen Grundlagen in Österreich, die Stellung der Frau, Mülltrennung und gutes Benehmen. Es werden außerdem Koch- und Putzkurse veranstaltet.
Aktionen und Deutschkurse
Dazu kommen Ausflüge und gemeinsames Spazieren. Im Frühjahr nahmen die Flüchtlinge an der örtlichen Flurreinigung teil, außerdem wurden die Freiwillige Feuerwehr Mauerkirchen und die HTL Braunau besichtigt. Tareq, ein begeisterter Fußballspieler, wurde vom Fußballverein aufgenommen und in nächster Zeit ist ein Erste Hilfe Kurs geplant.
Was natürlich auch nicht fehlen darf sind Deutschkurse. Dreimal in der Woche wird in der Schule ein Kurs abgehalten. Freiwillige Helfer kommen zusätzlich in die Unterbringung, um Konversation zu betreiben. „Personen, die ehrenamtlich Deutschkurse halten möchten, werden dringend gesucht“, sagt Schied-Stigler und ergänzt: „Sehr erfreulich wäre es auch, wenn diverse Vereine hin und wieder die Flüchtlinge in ihre Aktivitäten oder Feste einbinden würden.
Dass dieses Gemeinsame funktionieren kann, zeigte das Fest „Innviertel trifft Syrien“ heurigen Frühsommer. Dabei stellten sich die Flüchtlinge selbst und bereits auf Deutsch vor und schilderten unter anderem ihren Fluchtweg hierher. „Die syrischen Spezialitäten am Buffet waren im Nu weg“, beschreibt Schied-Stigler. Unterstützung erhält das Netzwerk auch von der Gemeinde Mauerkirchen. 22 Stunden im Monat darf jeder Flüchtling gemeinnützige Tätigkeiten in der Gemeinde vollbringen. Schied-Stigler schließt mit den Worten: „Es wird ersucht, die Asylwerber als das zu betrachten, was sie sind. Nämlich Menschen, die Schlimmes erlebt und ein schweres Schicksal zu tragen haben. Hier in Mauerkirchen helfen wir uns gegenseitig. Zu sehen, dass man helfen kann, ist der schönste Antrieb.“
Freiwillige Helfer können sich per Mail an k.stigler@outlook.com melden.








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