Auf den Spuren der Schleiereule – Meldeaufruf im Bezirk Braunau
BRAUNAU. Das südwestliche Innviertel ist eines der wenigen Gebiete, in denen sich die vom Aussterben bedrohte Schleiereule noch heimisch fühlt. Wie Tips im August letzten Jahres bereits berichtete, soll ein Wiederansiedlungsprojekt das Verschwinden der seltenen Art verhindern. Dazu bittet der Naturschutzbund auch um die Hilfe der Bevölkerung.

Brutplatzmangel, verschlossene Gebäude und eine verminderte Nahrungsverfügbarkeit (vor allem Mäuse) wegen der intensivierten Landwirtschaft führten in den vergangenen Jahrzehnten dazu, dass die Schleiereule heute vom Aussterben bedroht ist. Dank des Projektes „Offene Türme, offene Dörfer“ des Naturschutzbundes haben sich wieder 13 Brutpaare im Bezirk Braunau angesiedelt, die im vergangenen Jahr bereits 44 Jungvögel hervorbrachten. Eine ähnlich große Population gibt es sonst nur noch am Neusiedlersee. Dazu wurden zahlreiche Nistkästen im Bezirk aufgestellt, die von dem Ostermiethinger Herbert Höfelmaier betreut werden. Es kann aber auch jeder Einzelne mithelfen, die bedrohte Vogelart zu retten. Einfach, indem er spezielle Nisthilfen anbietet und Stadel, Scheune, Heuböden und dergleichen als Unterschlupf offen hält.
Auf Spurensuche
Sichere Anzeichen einer Anwesenheit von nachtaktiven Schleiereulen sind Speiballen, sogenannte „Gewölle“, Kot und Mauserfedern. Wenn solche Spuren entdeckt werden, freut sich der Naturschutzbund über eine Kontaktaufnahme unter 0664/73707845 oder per Mail an hoefelmaier.herbert@aon.at.


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