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Stadtmarketing: Braunau und Simbach starten gemeinsam durch

Sabrina Reiter, 18.03.2016 13:33

BRAUNAU/SIMBACH. Bei einer Pressekonferenz setzten Braunau und Simbach ein klares Zeichen der grenzüberschreitenden Partnerschaft und gaben jetzt den offiziellen Startschuss für das gemeinsame Stadt- und Standortmarketing.

Wollen gemeinsam die Region stärken (v. l.): Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher, Geschäftsführerin Elke Pflug und Simbachs Bürgermeister Klaus Schmid

Eine gemeinsame Identität schaffen, Stärken bündeln und bereits vorhandene Positive Aspekte nutzen und ausbauen – das sind die Ziele des gemeinsamen Stadt- und Standortmarketings der beiden Grenzstädte Braunau und Simbach. Zu diesem Zweck wurde schon im Dezember letzten Jahres die Stadt-, Tourismus- und Standortmarketing Braunau-Simbach GmbH, kurz STS, gegründet. Geschäftsführerin Elke Pflug sprach bei einer ersten offiziellen Pressekonferenz am 15. März über die Schwerpunkte und Aufgabenstellungen in den nächsten Jahren: „Der Fokus liegt auf einer gemeinsamen Positionierung und Vermarktung von Braunau und Simbach im überregionalen Umfeld sowie auf dem Aufbau eines nachhaltigen Leerflächenmanagements zur Belebung der Innenstädte und Ansiedlung von neuen Betrieben.“ Darüber hinaus seien noch weitere Projekte und Ideen im Aufbau begriffen, um die wirtschaftlichen, touristischen und kulturellen Rahmenbedingungen beider Standorte zu verbessern. So soll es etwa mindestens ein gemeinsames Großevent pro Jahr geben.

Besonders stolz ist Pflug auf die Unterstützung der STS GmbH durch 14 Leitbetriebe beider Städte. Die Gesellschaft selbst besteht aus sieben Gesellschaftern. Neben den beiden Städten, die als Kerngesellschafter fungieren, sind noch fünf Wirtschafts- und Tourismusverbände beider Seiten des Inns beteiligt. Den Vorsitz in der Gesellschafterversammlung übernimmt in den ersten drei Jahren Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher und übergibt danach an Simbachs Bürgermeister Klaus Schmid. Die beiden Stadtoberhäupter demonstrierten auch bei der Pressekonferenz Einigkeit: Sie bereiteten ein gemeinsames Statement vor, das vom Hausherrn Schmid vorgetragen wurde. „Das regionale Standortmarketing hat die Aufgabe, an geographie- und marktspezifischen Schwächen der Region anzusetzen, die wir nicht wegdiskutieren wollen und dürfen. So muss vor allem der Bekanntheitsgrad der Region gesteigert werden. Denn wir werden als Wirtschaftsraum Simbach-Braunau nur in Teilbereichen überörtlich angemessen wahrgenommen“, betont dieser. Mit gemeinsam fast 30.000 Einwohnern stelle der Raum Braunau-Simbach immerhin den größten Siedlungsraum zwischen München und Linz einerseits und Salzburg und Passau andererseits dar.

Einzigartiges Projekt

Dieses gemeinsame grenzenüberschreitende Stadt- und Standortmarketing ist in Europa bisher einzigartig und auch für das Förderprogramm INTERREG Österreich-Bayern beispiellos. Rund 500.000 Euro EU-Fördermittel wurden für die neue STS GmbH genehmigt.


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