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Leserartikel Barbara Danter, 05.04.2016 11:16

Am 5. April 1989 wurde auf Anordnung des damaligen Bürgermeisters Gerhard Skiba der Gedenk- und Mahnstein vor dem Geburtshaus Adolf Hitlers in der Salzburger Vorstadt 15 aufgestellt. Der Granitblock stammt aus dem Steinbruch des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen und trägt die Inschrift „Für Frieden, Freiheit und Demokratie. Nie wieder Faschismus. Millionen Tote mahnen.“

Foto: Stadtamt Braunau
Foto: Stadtamt Braunau

Mit dem Mahnstein sollte ein deutliches Zeichen gesetzt werden, wie sich die Stadt Braunau am Inn der Vergangenheit stellt. Die Inschrift gilt als Bekenntnis, die Vergangenheit nicht zu vergessen, sowie als Aufruf, wachsam und entschlossen gegenüber jeder Form von Extremismus zu sein.

In der Erklärung zur Errichtung hieß es: „Ausgehend davon, daß wir hier in Braunau geschichtliche Tatsachen zur Kenntnis nehmen, darf gerade Tragisches nicht verdrängt werden. Im Gegenteil. Wir verneigen uns in Ehrfurcht und Trauer vor allen, die Opfer jener schrecklichen Zeit und ihrer schuldhaften Verirrungen geworden sind. Und es ist uns bewußt, daß wir für die Werte, die uns wichtig sind  – Offenheit und Toleranz, Respekt vor Andersdenkenden, Sinn für Gerechtigkeit und Demokratie – tagtäglich und immer wieder aufs Neue eintreten müssen. Damit wird all dem, das unseren Staat und seine Menschen einmal in den Abgrund getrieben hat, der Nährboden entzogen. Im Kampf für den Frieden, die Menschenrechte, gegen Intoleranz und Antisemitismus darf es kein Innehalten geben.“ 

Jedes Jahr veranstalten die Stadt Braunau am Inn, der Verein für Zeitgeschichte und das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) eine Gedenkstunde anlässlich des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa und der Befreiung vom Nationalsozialismus. Heuer findet die Gedenkstunde am Freitag, 29. April um 17.30 Uhr statt.


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