Gemeinsam im Einsatz für unseren Bezirk und unsere Nachbarn
BRAUNAU. Bei der Bezirkstagung der Feuerwehr hielten die 81 Feuerwehren des Bezirks sowie Gäste aus Bayern und dem angrenzenden Salzburg Rückschau auf ein bewegendes Jahr 2016. Vor allem der grenzüberschreitende Zusammenhalt im Hinblick auf die Flutkatastrophe in Simbach spielte dabei eine große Rolle.

„Gemeinsam im Einsatz für unseren Bezirk und unsere Nachbarn“ lautete 2016 der Leitsatz der Feuerwehren des Bezirks. 2016 habe eindrucksvoll gezeigt, wie Naturkatastrophen über unsere lebens- und liebenswerte Heimat einbrechen können, betonte Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Kaiser bei der diesjährigen Bezirksfeuerwehrtagung in Braunau. Als die Flut über Simbach kam, war es für die Feuerwehren selbstverständlich, dass sie ihren Nachbarn helfen mussten. Alleine am 1. Juni erhielten sie 397 Notrufe und Einsatzanforderungen. 1600 Mitglieder waren an diesem Tag im Einsatz und rückten auch noch in den Tagen danach für die flächendeckenden Aufräumarbeiten aus.
Waidbacher ausgezeichnet
„Die Feuerwehren der Stadt Braunau und des Bezirks leisteten Großartiges, um uns zu helfen. Ich kann nur danke sagen“, betonte der bayerische Kreisbrandrat Johann Prex. Für die „beispielhafte Unterstützung von grenzübergreifenden Einsätzen“ zeichnete er Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher mit einer Ehrenmedaille aus. Er sei ein verlässlicher Partner und Freund, wenn es um organisationsübergreifende Themen gehe.
Zahlreiche Menschen und Tiere gerettet
Neben der Hochwasserkatastrophe gab es 2016 noch weitere Herausforderungen für die Feuerwehren des Bezirks zu bewältigen. Etwa der Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens, bei dem acht Feuerwehren im Einsatz waren und 45 Stiere retteten oder der Brand in einer Tischlerei in St. Peter, bei dem 13 Feuerwehren mit 150 Atemschutzträgern insgesamt 21 Stunden im Einsatz waren. Insgesamt haben die Feuerwehren des Bezirks im vergangenen Jahr 433 Brandeinsätze und 2914 technische Einsätze bewältigen müssen. Dabei konnten 350 Menschen, 210 Tiere und Sachwerte in Millionenhöhe gerettet werden.
Zusammenarbeit mit der Wirtschaft
Damit die Feuerwehrleute stets bereit stehen können, sind auch die Arbeitgeber gefragt. 2016 vergab das Bezirksfeuerwehrkommando erstmals die Floriani-Ehrenmedaille an Unternehmen, die die Feuerwehren besonders unterstützen.


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