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BRAUNAU. Die Arbeiterkammer (AK) veröffentlichte den 18. Kinderbetreuungsatlas. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen konnten zwei Gemeinden im Bezirk Braunau ihr Angebot deutlich verbessern.

Foto: Weihbold
Foto: Weihbold

Mit dem Kinderbetreuungsatlas gibt die Arbeiterkammer jedes Jahr einen Überblick über das Angebot in den Gemeinden. Als Maßstab für das Ermöglichen einer Vollzeitbeschäftigung wurde der Vereinbarkeitsfaktor für Beruf und Familie (VIF) herangezogen, der für Kindergärten folgende Kriterien vorsieht: mindestens 45 Stunden pro Woche geöffnet, an vier Tagen mindestens 9,5 Stunden geöffnet, Mittagessen von Montag bis Donnerstag und maximal fünf Wochen im Jahr geschlossen. Jene Gemeinden, die all diese Voraussetzungen erfüllen und darüber hinaus eine Betreuung für Unter-Dreijährige und Volksschulkinder anbieten, werden als „1A-Gemeinden“ besonders hervorgehoben.

Sechs „1A Gemeinden“

Im Bezirk Braunau sind dies Aspach, Braunau, Mattighofen und St. Pantaleon sowie Feldkirchen und Ostermiething, die heuer neu hinzukamen. Diese sechs Gemeinden bilden 13 Prozent aller Gemeinden im Bezirk. Damit liege Braunau unter dem, laut Arbeiterkammer ohnehin sehr niedrigen, Oberösterreich-Durchschnitt von 19,2 Prozent. 21 der insgesamt 46 Gemeinden im Bezirk fallen in die nächste Kategorie „A“ und haben sowohl ein Angebot für Unter-Dreijährige und Volksschulkinder als auch einen Kindergarten mit Mittagessen und Öffnungszeiten von mehr als acht Stunden täglich.

In jeweils 21,7 Prozent der Braunauer Gemeinden gibt es laut Atlas kein Betreuungsangebot für Unter-Dreijährige sowie kein Betreuungsangebot für Volksschulkinder. In 28 Prozent der Gemeinden sind die Kindergärten weniger als acht Stunden geöffnet.

Mehr Investition in Kinderbetreuung gefordert

„Uns ist bewusst, dass die Finanzierung der Kinderbetreuung für viele Gemeinden ein Problem darstellt“, betont AK-Präsident Johann Kalliauer, der an das Land Oberösterreich appelliert, nicht auf dem Rücken der Familien zu sparen. Die Abschaffung der kostenfreien Nachmittagsbetreuung im Kindergarten sei ein negatives Signal für berufstätige Eltern. Vor allem da Betreuungsplätze, die Vollzeitbeschäftigung beider Eltern ermöglichen, ohnehin in Oberösterreich dünn gesät sind.


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