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Neubau der Enknachbrücke: „Es stirbt damit ein wertvolles Stück Natur“

Sabrina Reiter, 12.04.2018 05:16

BRAUNAU. Nach der Sanierung der Lannermühle soll die Brücke über die Enknach im Tal neu gebaut werden. Dazu müsste jedoch ein Teil des Uferbereiches entlang der Enknachleiten für eine Straße weichen, kritisieren die Grünen Braunau.

Foto: Die Grünen Braunau
Foto: Die Grünen Braunau

Die alte Brücke zwischen der Lannermühle und dem Kleinkraftwerk in der Talstraße soll abgerissen und stattdessen 30 Meter flussaufwärts eine neue gebaut werden – so sehen derzeit die Pläne der Stadtverwaltung Braunau aus. Der Auftrag für die Detailplanung wurde bereits im Gemeinderat beschlossen. Jedoch ohne die Stimmen der Grünen, die sich gegen dieses Projekt stellen. Zwar sei die Brücke tatsächlich in einem sehr schlechten Zustand und eine Engstelle, bestätigt auch Fraktionsobmann Manfred Hackl, trotzdem könne die Partei nicht hinter dem Plan stehen, „weil damit ein wertvolles Stück Natur stirbt.“ Die Rede ist vom Uferbereich zwischen Lannermühle und Schießstand, der gerne für Spaziergänge genutzt werde. Dutzende Bäume und Büsche müssten dort gerodet werden und der durch zahlreiche Quellen feuchte und unsichere Untergrund mit tonnenweise Schotter aufgefüllt werden, befürchtet Hackl.

Sanierung der Brücke gefordert

„Damit wird wieder ein Stück Natur zuasphaltiert, der Lebensraum der Wasservögel verkleinert, das Spazier- und Erholungsvergnügen eingeschränkt“, betont er und fordert, stattdessen die jetzige Brücke über die Wehr zu sanieren: „Wenn vielleicht auch technisch schwieriger, wäre es weit umweltverträglicher und ressourcenschonender.“ Auch die derzeit vorhandene Engstelle solle laut ihm bleiben: „Die bremst den Verkehr und viel Durchzugsverkehr wollen wir in diesem schönen Eck ohnehin nicht haben.“


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