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BURGHAUSEN/HOCHBURG-ACH. Einmal jährlich probt die Wacker Betriebsfeuerwehr in Burghausen gemeinsam mit internen und externen Einsatzkräften – darunter Einsatzkräfte aus dem Bezirk Braunau – den Ernstfall.

In diesem Jahr war der Probealarm am 17. Mai zu hören. Die Wacker-Werkfeuerwehr und rund 125 Frauen und Männer externer Hilfskräfte erwarteten schwierige Notfälle im nordöstlichen Werkgelände: Bei einem undichten Tanklager trat gemäß Übungsszenario Chlorsilan aus. Dabei bildete sich eine Gaswolke, die über die Werkgrenzen in Richtung Osten zog. Die Schadstoffbelastung wurde umgehend gemessen und die benachbarte Bevölkerung durch mobile Durchsagen gewarnt. Insgesamt sechs Personen wurden leicht verletzt und notfallversorgt.

Im zweiten Übungsszenario brannte parallel ein Container im Wertstoffsammelzentrum im Werk. Schwarzer Rauch war weithin sichtbar. Die alarmierten Hilfskräfte bekämpften diesen erfolgreich mit Schaum unter Nutzung von Wasser aus einem nahegelegenen Löschwasserteich

Rund 200 Teilnehmer

Im diesjährigen Alarmierungskonzept der Integrierten Leitstelle Traunstein wurde die Stufe zwei geprobt. Das bedeutet im Wesentlichen den Einsatz von zwei Löschzügen, drei Messfahrzeugen und den Lautsprecherfahrzeugen des Landkreises Altötting. Aufgrund des personalintensiven Alarmszenarios waren neben der Burghauser Feuerwehr auch die Hilfskräfte anderer freiwilliger Feuerwehren aus dem bayerischen und österreichischen Umkreis, sowie die Werkfeuerwehren der OMV und des Chemieparks Gendorf beteiligt. Insgesamt arbeiteten rund 200 Aktive und Beobachter im WACKER-Werk bei dieser Übung zusammen.

Bestandteil des Sicherheitskonzepts

Werkleiter Dieter Gilles dankte nach Abschluss der Übung allen Mitwirkenden für ihr großes Engagement, das die Feuerwehrleute überwiegend in ihrer Freizeit leisten: „Im Falle eines Einsatzes hier am Standort bilden wir immer wieder ein neues Team, denn kein Ereignis ist vorhersehbar. Und dieses Team gilt es kontinuierlich zu trainieren und aufzubauen. Deshalb sind unsere jährlichen Großübungen seit vielen Jahren fester und wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzepts am Standort Burghausen“. Nach Auswertung der Großübung wird mit allen beteiligten Organisationen eine Manöverkritik durchgeführt.


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