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Bezirk Braunau/OÖ. In seinem neuen Buch „Gefangenes Licht“ schreibt Franz Wiesenberger über oberösterreichische Märtyrer, die gegen den Nationalsozialismus kämpften. Einige von ihnen stammten auch aus dem Bezirk Braunau.

Foto: Innsalz Verlag
Foto: Innsalz Verlag

Verfolgt, Misshandelt, entrechtet, ermordet. Die Liste der Gräueltaten während der Nazizeit ist lang, besonders in Hinblick auf jene, die es gewagt haben, ihre Stimme gegen das Regime zu erheben. Der Innviertler Autor Franz Wiesenberger hat diese Stimmen und Geschichten von Märtyrern aus Oberösterreich gesammelt und deckt in seinem neuesten Buch „Gefangenes Licht“ 421 Seiten lang viele verborgene Schicksale auf.

Widerstand in Braunau

Auch im Bezirk Braunau regte sich Widerstand. Während der Name Franz Jägerstätter vielen ein Begriff ist, sind andere längst vergessen. Wiesenberger schreibt auch ausführlich über sie und berichtet beispielsweise über den Bauern Habetswallner aus Aspach, der nach dem „Schwarzschlachten“ die Namen seiner Kunden nicht preisgeben wollte und deshalb sterben musste. Die Auflehnung eines Wirten in Neukirchen an der Enknach wird ebenfalls im Buch behandelt, genauso wie die Geschichte von Egon Ranshofen-Wertheimer, der im Ausland für den Sieg über das Naziregime kämpfte.

Nicht immer sind die Genannten offensichtliche Helden. Wiesenberger richtet seine Aufmerksamkeit etwa auch auf jene, deren Gesinnung nicht immer klar ist, und erzählt von Nazis, die zu Widerstandskämpfern wurden.

Buch soll Hoffnung geben

„Es wird immer wieder Menschen geben, die sich gegen jede Form von Totalitarismus zur Wehr setzen werden“, ist der Innviertler in seinem Vorwort optimistisch. Das Buch soll ein Aufruf zu mehr Toleranz sein und es soll Hoffnung geben, so der Autor.

Gefangenes Licht

Innsalz Verlag

421 Seiten

Erhältlich: in der Buchhandlung Lauf und in der Libro-Filiale

Preis: 26,50 Euro


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