Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BRAUNAU. Georg Wojak, dem ehemaligen Bezirkshauptmann von Braunau, wurde unter anderem Amtsmissbrauch vorgeworfen. Das Rote Kreuz entschied sich nun zur Suspendierung von Wojak als Bezirksstellenleiter. Für Wojak gilt die Unschuldsvermutung.

Georg Wojak war zwölf Jahre lang Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Braunau. Foto: Scharinger
Georg Wojak war zwölf Jahre lang Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Braunau. Foto: Scharinger

„Wir haben die Vorwürfe gegen Doktor Wojak in den Medien wahrgenommen, aber bis jetzt nicht darauf reagiert, da wir auf keine Gerüchte eingehen wollen. Als unter anderem Vorwürfe des Amtsmissbrauches öffentlich gemacht wurden und eine Anklage im Raum stand, mussten wir allerdings handeln“, erklärt Erhard Hackl, der Vizepräsident des oberösterreichischen Roten Kreuzes.

So wird in den Satzungen des Roten Kreuzes vorgeschrieben, dass eine Suspendierung erforderlich ist, wenn etwa das Ansehen des Roten Kreuzes beschädigt werden könnte. „Uns bleibt nichts anderes übrig, denn wir sind an Statuten mit strengen Compliance Regelungen gebunden, die uns vorgeben, wie wir in solchen Situationen zu handeln haben.“

Disziplinarkommission prüft Rechtmäßigkeit

Eine unabhängige Disziplinarkommission ist nun dafür zuständig, die Rechtmäßigkeit der Suspendierung zu überprüfen und über weitere Maßnahmen zu entscheiden. Dazu wird auch Wojak zu Stellungnahmen eingeladen. In der Zwischenzeit übernimmt sein Stellvertreter Wilfried Scharf die Aufgaben von Wojak.

Wojak zu den Vorwürfen

Laut Wojak besteht der Vorwurf des Amtsmissbrauchs darin, dass er 2011 einem Landwirt den PKW-Führerschein für sechs Monate entzogen habe, den Traktorführerschein aber nicht, damit er zu seinen Feldern fahren konnte. „Geben ist seliger als nehmen. Ich habe immer gegeben und nicht genommen. Vom Roten Kreuz bekomme ich keinen Cent. Das mache ich alles ehrenamtlich, in meinem Urlaub, in meiner Freizeit. Ich habe Bürgernähe gelebt und immer nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt“, so Wojak.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden