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SCHALCHEN/BEZIRK BRAUNAU. Die Schalchnerin Nina Hofmann hatte erst vor wenigen Wochen die Idee, den Menschen im Flüchtlingslager von Lesbos zu helfen. Als reine Privatinitiative gestartet, kam innerhalb kürzester Zeit durch viel Hilfsbereitschaft und Engagement ein ganzer Sattelschlepper mit Hilfsgütern, vor allem Bekleidung, zusammen, der sich in dieser Woche auf den Weg nach Griechenland macht.

  1 / 4   Abas Noori (v.l.), Georg Jachan und Initiatorin Nina Hofmann vor einem Stapel an Bananenschachteln voll mit Spenden für die Menschen auf Lesbos. Fotos: Privat

Bereits seit 2015 engagiert sich die Schalchnerin Nina Hofmann ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe. Vor wenigen Wochen hat sie sich dann das Ziel gesetzt, erstmalig eine eigene Hilfsaktion ins Leben zu rufen, um den Menschen, die im griechischen Flüchtlingslager auf Lesbos leben, zu helfen. „Ich konnte nicht mehr länger zuschauen, das Leute auf europäischen Boden in solch Zuständen leben müssen. Im Rahmen meiner Möglichkeiten will ich versuchen, das Elend vor Ort ein wenig zu lindern“, erzählt sie über ihre Beweggründe.

Winterbekleidung für Männer gebraucht

Gebraucht wird derzeit vor allem winterliche Bekleidung für die Männer, da Frauen und Kinder erst vor Kurzem versorgt wurden. Die Hilfsaktion kommunizierte Hofmann unter anderem auch über die Braunauer Tafel. Zunächst lagerte sie die Spenden in der eigenen Garage, aber durch die große Hilfsbereitschaft der Menschen wurde der Platz schnell zu klein und der TSV Mattighofen stellte am Sportgelände kurzerhand kostenlos Abstellflächen zur Verfügung. Der harte Kern des Teams für die Spendenaktion bestand aus etwa zehn Leuten, es haben aber über die letzten Wochen immer wieder viele weitere Personen, Vereine und auch Unternehmen mitgeholfen, Lager und Transportfahrzeuge zur Verfügung gestellt.

Ein ganzer Sattelschlepper voller Hilfsgüter

Und das Ergebnis des Hilfsprojekts ist beeindruckend: Am Ende konnte nun ein ganzer 40-Tonnen-Sattelschlepper mit Spenden gefüllt werden. „Es sind 850 Bananenschachteln zusammengekommen, 450 davon alleine aus dem Bezirk Braunau“, freut sich Hofmann. Gespendet wurde unter anderem auch in Ebensee, Ernstbrunn und Wien. Georg Jachan aus dem Waldviertel, der sich schon länger für solche Projekte engagiert, hat sich um die Verladung auf den Sattelschlepper gekümmert und organisiert den Transport. Bei den Spendenübergaben und Transportfahrten wurde stets auf die Corona-Regeln geachtet und alles möglichst kontaktlos abgewickelt. Auf Lesbos übernimmt anschließend „Home for all“ die Verteilung der Spenden. Initiatorin Nina Hofmann war beeindruckend von der großen Hilfsbereitschaft der Menschen und kann sich gut vorstellen, in Zukunft wieder eine ähnliche Aktion zu starten.

Spenden für Transport

Auch wenn sich die Aktion gut selbst finanziert hat, kostet alleine der Sattelschlepper-Transport rund 6.000 Euro. Auf dem Spendenkonto AT753501800000010900 unter dem Kennwort „Moria-Hilfe Georg Jachan“ kann noch für das Projekt gespendet werden.


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