Rotmilan im Bezirk Braunau verschwunden: BirdLife bittet um Hinweise
AUERBACH. Ein junger Rotmilan, der mit einem GPS-Sender ausgestattet war, ist in der Gemeinde Auerbach verschwunden. Die Greifvogelschützer von BirdLife Österreich befürchten, dass der Vogel Wildtierkriminalität zum Opfer gefallen ist.

Den GPS-Daten zufolge war der Rotmilan aus seinem Winterquartier in Südfrankreich aufgebrochen und flog entlang des Alpennordrandes bis in den Bezirk Braunau. Von 28. März bis zu seinem Verschwinden am 5. April hielt er sich im Grenzgebiet der Gemeinden Auerbach und Feldkirchen bei Mattighofen auf. Fehlende Bewegungen des GPS-Moduls zeigten den Greifvogelschützern, dass dem Rotmilan etwas zugestoßen sein könnte.
Tierschützer suchten nach dem Rotmilan – allerdings ohne Erfolg. „Gefunden haben wir stattdessen die Überreste einer Haustaube, an deren Fuß der GPS-Sender des Rotmilans mit einem Kabelbinder befestigt war“, berichtet Florian Billinger, vom Fachbereich Naturschutz bei BirdLife. Fundort war ein Waldrand im Ortsteil Höring (Gemeinde Auerbach).
Hinweise erbeten
Da BirdLife von einer illegalen Verfolgung des Greifvogels ausgeht, sucht die Vogelschutz-Organisation nun Zeugen, die zweckdienliche Hinweise zu dem Vorfall geben können. Die Meldungen können über die birdcrime-Hotline +43 660 8692327 oder die Meldeplattform www.kaiseradler.at anonym abgegeben werden. Die Hinweise sollten laut BirdLife so detailliert wie möglich sein, um eine entsprechende Strafverfolgung zu ermöglichen. Seit 2017 sind in Oberösterreich laut BirdLife 13 Rotmilane nachweislich oder sehr wahrscheinlich illegaler Verfolgung zum Opfer gefallen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden