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FRANKING/MOOSDORF/ST.PANTALEON. Im EU-Vogelschutzgebiet Weidmoos hat sich in den letzten Tagen ein auffällig hohes Vogelsterben ereignet. In erster Linie waren Möwen betroffen, davon wurden bislang 100 Stück tot aufgefunden. Wie eine Untersuchung an der AGES in Mödling ergeben hat, liegt bei allen stichprobenartig untersuchten Tieren eine Infektion mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 vor. Es besteht aber keine relevante Gefahr für den Menschen.

In Weidmoos wurden um die 100 tote Vögel, vor allem Möwen, gefunden. (Foto: Weihbold)
In Weidmoos wurden um die 100 tote Vögel, vor allem Möwen, gefunden. (Foto: Weihbold)

Die Bezirkshauptmannschaft Braunau hat heute eine Verordnung zur Festlegung von Biosicherheitsmaßnahmen erlassen.

In der Gemeinde Franking sowie in der Gemeinde Moosdorf und Steinwag der Gemeinde St. Pantaleon gelten ab heute folgende Maßnahmen:

  • Verbringungsbeschränkungen für wildlebende Vögel sowie Erzeugnissen daraus
  • Meldepflicht für tot aufgefundene Vögel
  • Stallpflicht für gehaltenes Geflügel beziehungsweise Haltung nach oben hin abgedeckt, um Kontakt zu Wildvögeln und deren Ausscheidungen bestmöglich zu verhindern

Freizeitaktivitäten und Ausflüge in der infizierten Zone sind uneingeschränkt möglich. Jedoch sollten Personen, die selbst Geflügel halten, bestimmte Hygienemaßnahmen einhalten und jedenfalls vor Betreten der Stallung Schuhe und Kleidung wechseln, um einen Erregereintrag zu verhindern.

Besonderes Augenmerk ist auch in anderen an Gewässern liegenden Gemeinden auf die ohnedies österreichweit geltenden Biosicherheitsmaßnahmen zu legen: demnach ist Wassergeflügel getrennt von Hühnern zu halten. Geflügel darf nicht im Freien gefüttert werden, die Tränkung darf nicht mit Oberflächenwasser erfolgen, zu dem Wildvögel Zugang haben.

Eine wichtige Hygienemaßnahme ist immer ein Wechsel des Schuhwerks oder die Desinfektion der Schuhe vor dem Betreten des Stalles.

Die beschriebenen Maßnahmen zielen darauf, einen möglichen Viruseintrag in die Ställe zu verhindern. Viruskontakt kann im Freien nicht ausgeschlossen werden, weil die Infektion von wildlebenden Vögeln wie Möwen in die Umgebung übertragen werden kann.

Die infizierte Zone gilt bis auf Widerruf und die Risikosituation wird laufend neu bewertet.

Für Menschen stellt das aktuell in vielen Ländern Europas bei Wildvögeln vorkommende Influenza-A Virus H5N1 keine relevante Gefahr dar. Allerdings sind Maßnahmen notwendig, um das Hausgeflügel vor einer Infektion mit dem hochansteckenden Vogelgrippe-Virus zu schützen.


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