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BEZIRK BRAUNAU. 2023 war ein ereignisreiches Jahr – auch im Bezirk Braunau. Ob Schicksalsschläge oder große Erfolge: Das hat die Tips-Leser im vergangenen Jahr am meisten bewegt und interessiert.

  1 / 4   Stephanie Holzhuber und Thomas Wagner, die Eltern von Max, setzten sich 2023 sehr für die Erforschung der Erbkrankheit Morbus Alexander ein. (Foto: privat)

Viele Tragödien erschütterten den Bezirk 2023. Zahlreiche Unfälle ereigneten sich auf Braunaus Straßen. Besonders tragisch war etwa der Tod eines 22-Jährigen, der in Munderfing mit seinem Motorrad tödlich verunglückte. Vier teils schwer Verletzte forderte ein Unfall in Helpfau-Uttendorf. Neukirchens Bürgermeister Johann Prillhofer wurde ebenfalls bei einem Unfall schwer verletzt.

Auch abseits der Straßen kam es zu vielen Unglücksfällen. So verletzte sich in Ostermiething ein 67-Jähriger, als sein Hoftrac beim Abladen von Geäst umkippte. Vier junge Frauen verletzten sich zudem beim Maibaumaufstellen.

Für Aufregung sorgte ein Mann, der im Braunauer Freibad seine Tätowierungen mit NS-Symbolen zeigte. Der Mann wurde zu zwei Jahren Haft, davon acht Monate unbedingt, verurteilt. Aufsehenerregend war auch eine Auseinandersetzung in Schalchen, bei der ein 49-Jähriger einem Schneepflugfahrer ins Gesicht schlug. Ein Auto versperrte den Weg von Bauhofleiter Josef Mitterbauer. Anstatt das Auto an einem anderen Ort abzustellen, verpasste der Autobesitzer dem Bauhofleiter eine Jochbeinprellung.

Nicht nur die Bauhofmitarbeiter hatten durch die Schneefälle viel zu tun. Auch die Feuerwehren des Bezirks wurden zu zahlreichen Einsätzen gerufen. Zusätzlich dazu waren sie auch bei Feldbränden gefordert. Zu einem Brand eines Stoppelfeldes in Braunau mussten im Juli beispielsweise neun Feuerwehren ausrücken. Im August hielt der starke Regen die Einsatzkräfte auf Trab.

Größte Einbruchsserie gelöst

2023 war im Bezirk Braunau aber auch von Fortschritten geprägt. Über Erfolge konnte sich beispielsweise die Braunauer Polizei freuen. So konnte ein illegales Bordell in Braunau geschlossen werden. Den Polizisten war es gelungen, eine Gruppe Rumänen auszuforschen, die angemietete Wohnungen zu Bordellen umfunktioniert hatten.

Ein besonders großer Ermittlungserfolg gelang der Polizei zudem, indem sie die größte Einbruchsserie der Region der vergangenen Jahre löste. Die Polizisten konnten sechs mutmaßliche Täter ausfindig machen, die 35 Einbruchsdiebstähle begangen haben sollen. Ausschlaggebend für die Überführung war unter anderem ein Löffel.

Das Braunauer Krankenhaus konnte 2023 ebenfalls große Erfolge vermelden. So ist das Spital eines von drei Krankenhäusern in Österreich, das in einer Studie testet, inwiefern eine Spritze zur Senkung von Cholesterin das Herzinfarktrisiko verringern kann.

Auf großes Interesse bei den Tips-Lesern stießen auch die Pläne der Rewe-Gruppe zur Schließung von Billa-Filialen. Geschlossen wurde beispielsweise der Markt in der Ringstraße.

Für viele Diskussionen sorgte der Umbau des Hitler-Geburtshauses. Trotz geteilter Meinungen startete der Umbau Anfang Oktober. Das neue Gebäude soll vom Bezirkspolizeikommando und der Polizei Braunau genutzt werden.

Letzter Wunsch erfüllt

Besonders bewegend war 2023 beispielsweise, als die Rollenden Engel den letzten Wunsch einer Patientin der Braunauer Palliativstation erfüllten. Sie konnte so noch einmal einen Tag bei ihrer Familie und einen Spaziergang durch Braunau erleben.

Auch die Geschichte von Max bewegte die Tips-Leser. Max, der Sohn von Stephanie Holzhuber und Thomas Wagner, leidet an Morbus Alexander, einer seltenen, bisher tödlich verlaufenden Erbkrankheit. Eine Initiative der Eltern unterstützt vielversprechende Forschungen zu dieser Erkrankung.

Einen mutigen Schritt setzte 2023 außerdem der 25-jährige Johannes Sattlecker aus Maria Schmolln. Er machte bei „Bauer sucht Frau“ mit und wünscht sich eine Frau, die Humor haben und ihm „die Wadeln nach vorne richten“ soll.


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