Große Gefahrstoffübung in St. Johann
ST. JOHANN. Beim Abladen eines Behälters mit einem gefährlichen Stoff kam es zu einem Zwischenfall mit Brandfolge – das war das Ausgangsszenario einer anspruchsvollen Gefahrstoffübung der Feuerwehr in St. Johann am Walde.

Bei der Übung kam es in einer Kfz-Werkstatt zu einem folgenreichen Unfall. Ein Tausend-Liter-Behälter mit einem gefährlichen Stoff wurde durch einen Gabelstapler beschädigt. Es kam zu einem Stoffaustritt. Über den dadurch entstandenen lauten Knall erschrak der Werkstatt-Besitzer und stürzte in eine Montagegrube.
Für die Feuerwehr-Mitglieder gab es bei der Übung somit viel zu tun. Die Feuerwehr St. Johann traf zuerst beim Unfallort ein. Sie führte sofort die Rettung und Brandbekämpfung mit schwerem Atemschutz durch. Gleichzeitig wurde die Gefahrstoffeinheit alarmiert. Nachdem die vermissten und verletzten Personen erfolgreich gerettet waren, wurde der Bereich umfassend abgesperrt.
Das Gefährliche-Stoff-Fahrzeug (GSF) Mauerkirchen, weitere Feuerwehren (Munderfing, Stallhofen und Uttendorf) sowie die Chemikerin Martina Hafner trafen beim Übungsort ein. Es wurde ein Erkunder in den Gefahrenbereich geschickt, wodurch wichtige Infos für die weiteren Maßnahmen gesammelt werden konnten.
Gasdichte Schutzanzüge
Unter gasdichten Chemikalienschutzanzügen führten zwei Trupps Umpump-Maßnahmen durch. Da der ausgetretene Stoff brennbar war, musste das Pumpensystem zudem geerdet werden. Zugleich wurde eine Strecke zur Dekontamination aufgebaut.
Die Übung dauert circa zweieinhalb Stunden. Der Feuerwehrchemiker Christian Reisecker sowie Thomas Finsterer, Matthias Fürk und Andreas Forstenpointner hatten die Übung ausgearbeitet.


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