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Ein „Exot“ in seiner Berufsgruppe: 21-Jähriger fand Traumberuf im Caritas-Hort Altheim

Theresa Senzenberger, 16.04.2024 15:29

ALTHEIM. Männer entscheiden sich selten für einen Beruf in Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen und gelten dort noch immer als „Exoten“. Dennis Kindlinger ist einer von ihnen. Der 21-Jährige fand seinen Traumberuf im Caritas-Hort Altheim.

Dennis Kindlinger ist Hort-Pädagoge in Altheim. (Foto: Hort Altheim)
Dennis Kindlinger ist Hort-Pädagoge in Altheim. (Foto: Hort Altheim)

Als männlicher Pädagoge ist Dennis Kindlinger allein auf weiter Flur. „Dabei wäre es ideal, wenn die Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren auch mehr männliche Bezugspersonen hätten“, sagt der Altheimer.

Dass er einmal einen sozialen Beruf ergreifen und vor allem mit Kindern arbeiten möchte, erkannte er schon bald. „Ich habe immer gerne auf die zwei Kinder von meiner ältesten Schwester aufgepasst“, erzählt er. Deshalb besuchte der heute 21-Jährige nach der Hauptschule die Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) und absolvierte die Zusatzausbildung zum Hortpädagogen.

Während der Ausbildung machte er Praktika in verschiedenen Bereichen. „Im Hort hat es mir am besten gefallen, weil es spannend ist, auch mit älteren Kindern zu arbeiten.“

Individuelle Bedürfnisse

Wenn er mit den Volks- und Hauptschulkindern im Hortgarten Seilspringen oder Fußball spielt, schaut seine Arbeit nach purem Spaß aus. „Ich habe auch Spaß, aber trotzdem würde ich mir wünschen, dass unsere Arbeit ernster genommen wird“, sagt der Altheimer. Er und seine Kolleginnen haben sehr viel mehr Aufgaben als nur „auf Kinder aufpassen“. „Wir haben jeden Tag mit Konfliktsituationen zu tun, arbeiten mit Bedacht und gehen auf die individuellen Bedürfnisse jedes Kindes ein.“

Für bis zu 23 Kinder zuständig

In der Regel sind in Hortgruppen ein Pädagoge und ein Assistent für bis zu 23 Kinder zuständig. „Wir haben Glück, dass in meiner Gruppe zusätzlich noch eine Springerin als dritte Kraft da ist, weil wir so viele Kinder mit Deutsch als Zweitsprache haben, die bei den Hausübungen beispielsweise mehr Unterstützung brauchen“, erklärt Kindlinger.

Vielfältige Aktivitäten

Meist sind die Kinder maximal eineinhalb Stunden mit den Schulaufgaben beschäftigt. Ansonsten stehen im Hort viele weitere Aktivitäten auf dem Programm. Neben saisonalen Themen gibt es zusätzlich Projektwochen mit Zumba-Tanzen, Natur-Detektivspielen oder einer Kochwerkstatt. Genau diese Abwechslung gefällt dem 21-Jährigen an seiner Arbeit so gut.

„Außerdem gefällt es mir, kreativ und spontan zu sein. Ich führe gerne Gespräche mit Kindern und versuche wahrzunehmen, was sie gerade beschäftigt. Das alles sind gute Voraussetzungen, wenn man mit Kindern arbeiten möchte“, so Kindlinger.

Wichtiger Dienst für die Gesellschaft

„Elementar- und Hortpädagogen leisten einen unschätzbar wichtigen Dienst an der Gesellschaft – sie begleiten mit ihrer Tatkraft jene Entwicklung der Kinder, die wiederum den Grundstein bildet, damit sie im Leben gut vorankommen“, betont Edith Bürgler-Scheubmayr, Vorstandsmitglied der Caritas Oberösterreich. Aktuell sucht die Caritas 42 Pädagogen und 18 Assistenten an 39 Standorten in ganz Oberösterreich. Weitere Infos gibt es unter www.caritas-ooe.at


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