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MATTIGHOFEN. In diesem Jahr feiert die Bürgergarde Mattighofen ein ganz besonderes Jubiläum: Seit 400 Jahren prägt sie das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Region.

 (Foto: Bürgerkorps Mattighofen)
(Foto: Bürgerkorps Mattighofen)

Ihre Wurzeln reichen bis ins Jahr 1620 zurück, als unter bayerischer Herrschaft eine bewaffnete Bürgerwehr gegründet wurde – zunächst zur Verteidigung und Ordnungssicherung. Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich die Funktion der Garde, doch ihre Bedeutung für die Stadt blieb stets erhalten.

Aus den Anfängen als Schützenkompanie entwickelte sich im 18. Jahrhundert die sogenannte „Nationalgarde“, die unter der Aufsicht der damaligen Landesfürsten in drei Klassen gegliedert war. Diese Bürgerwehren spielten eine wichtige Rolle bei öffentlichen Ereignissen, als Ehrenformation bei kirchlichen Festen und als Zeichen bürgerlicher Selbstbestimmung. Auch in Krisenzeiten wie den Napoleonischen Kriegen oder während politischer Umbrüche war die Garde präsent. Heute versteht sich die Bürgergarde als kulturhistorischer Verein mit dem Ziel, das regionale Brauchtum zu bewahren. Mit ihren schmucken Uniformen, historischen Gewehren und exakten Formationen ist sie ein gern gesehener Gast bei Veranstaltungen im In- und Ausland. Das Zinngießerhaus, das als Vereinsheim und kleines Museum dient, vermittelt zudem Einblicke in die bewegte Geschichte des Vereins.

Großes Gardefest

Der Höhepunkt des Jubiläumsjahres findet von Freitag bis Sonntag, 11. bis 13. Juli, statt: Beim großen Landesgardefest in Mattighofen erwartet die Besucher ein festliches Wochenende mit Musik, Festumzug, kulinarischen Spezialitäten und einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm für Jung und Alt. Die Bürgergarde hofft auf zahlreiche Besucher bei den Umzügen um im Zelt. Alles Infos zum Programm gibt's online unter www.buergerkorps-mattighofen.com


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