Neue Lebensräume für bedrohte Vögel im Ibmer Moor
EGGELSBERG. Im Ibmer Moor wurde der Startschuss für ein umfangreiches Artenschutzprojekt gegeben. Auf bis zu 80 Hektar sollen die Lebensbedingungen für stark gefährdete Wiesenvögel verbessert und gleichzeitig ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

Mit einem gemeinsamen Spatenstich fiel am Donnerstag, 15. Oktober, der Startschuss für das Projekt „Rettungsinsel Ibmer Moor – neue Lebensräume für Bekassine und Brachvogel“. BirdLife Österreich setzt gemeinsam mit Blühendes Österreich, Vegavita und regionalen Partnern gezielte Maßnahmen zum Schutz bedrohter Vogelarten um.
Das Ibmer Moor ist Österreichs größter zusammenhängender Moorkomplex und eines der letzten bedeutenden Brutgebiete für Bekassine und Großen Brachvogel. Durch Entwässerung, Verbuschung und intensive Nutzung sind deren Lebensräume zunehmend gefährdet.
Auf rund 22 Hektar werden deshalb Gehölze entfernt, Entwässerungsgräben geschlossen und Moorflächen wiedervernässt. Insgesamt sollen dadurch bis zu 80 Hektar Lebensraum ökologisch aufgewertet werden. Die Flächen werden künftig extensiv bewirtschaftet, um geeignete Brut- und Nahrungsgebiete langfristig zu erhalten.
„Jede wiedervernässte, offen gehaltene Fläche im Ibmer Moor ist ein direkter Beitrag zum Überleben von Bekassine und Großer Brachvogel in Österreich“, betont BirdLife-Projektleiter Florian Billinger. Gleichzeitig stärken die Maßnahmen die Funktion des Moores als Kohlenstoffspeicher und Wasserregulator.
Regionale Zusammenarbeit
Finanziell unterstützt wird das Vorhaben von der Leader-Region Oberinnviertel-Mattigtal mit 36.000 Euro. Blühendes Österreich stellt weitere 24.000 Euro für die Eigenmittel sowie 21.000 Euro für zusätzliche Projektentwicklungen bereit. Die Gelder stammen aus einer zweckgewidmeten Spende der BILLA-Eigenmarke Vegavita.
Leader-Obmann und Bürgermeister Albert Tropmair unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und regionalen Partnern. Das Projekt soll nicht nur seltene Tierarten schützen, sondern auch die Artenvielfalt und den wertvollen Naturraum langfristig erhalten.








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