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BEZIRK BRAUNAU. Bei der Tierschutzorganisation Pfotenhilfe in Lochen herrscht derzeit Hochbetrieb. Unter anderem muss ein neugeborenes Kätzchen betreut werden, das Spaziergänger in einer Wiese beim Höllerersee entdeckten.

Spaziergänger fanden den kleinen Kater „Rambo“ in einer Wiese beim Höllerersee. Jetzt wird er von Pfotenhilfe-Chefin Johanna Stadler aufgezogen. (Foto: PFOTENHILFE)

Das Kätzchen dürfte erst kurz zuvor geboren worden sein, denn neben ihm lag noch die Nachgeburt. Die Katzenmutter war allerdings nirgends zu sehen. Auch nach Befragungen der Anrainer konnte sie nicht gefunden werden, daher wurde das kleine Kätzchen zum Tierschutzhof Pfotenhilfe gebracht.

Seitdem wird es dort von der Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler betreut. Sie wärmte das Neugeborene sofort, gab ihm ein Flascherl und nannte es Rambo. „Nachdem Rambo nur ein weiteres Opfer dieses Horrorfrühlings der Katzenwaisenkinder ist, fällt er nicht mehr wirklich ins Gewicht, denn ich muss sowieso alle drei Stunden meine dutzenden Kinder füttern – auch nachts natürlich“, sagt Stadler.

Bis zu 20 Tiere pro Tag aufgenommen

Rambo ist nicht der einzige Schützling, der in letzter Zeit in der Pfotenhilfe aufgenommen wurde. „Zusätzlich mussten wir an diesem Wochenende eine Fledermaus, einen durch eine Angelschnur schwer verletzten Jungschwan, einen Falken, einen Igel, ein Entenküken und mehrere verletzte oder verwaiste Singvögel aufnehmen“, berichtet die Pfotenhilfe-Chefin.

„Und das ist jetzt schon relativ wenig für ein Wochenende. Vor wenigen Wochen waren es noch bis zu 20 Wildtiere und Katzenbabys an jedem einzelnen Tag. Wir sind halt leider eine der ganz wenigen Wildtierauffangstationen, und die Leute fahren oft über eine Stunde, um uns Tiere zu bringen.“

Hinweise erbeten

Die Pfotenhilfe ersucht die örtliche Bevölkerung um Hinweise zur Mutter des kleinen Rambo. Die Tierschutzorganisation vermutet, dass sie noch weiteren Nachwuchs hat, da ein Wurf bis zu acht Kätzchen umfassen kann. Außerdem könnte sie Hilfe benötigen und muss nach dem Abstillen kastriert werden.


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