BRAUNAU. Jeden Mittwoch von 7 bis 12 Uhr bereichert der Braunauer Wochenmarkt den Oberen Stadtplatz. Der Braunauer Bauernmarkt ist jeden Freitag von 11 bis 15.30 Uhr in der Markthalle auf der Filzmoserwiese zu finden. Ein Bericht von Hannes Waidbacher Sen.

Die Geduld von Blumenfreundinnen und Blumenfreunden – auch viele Männer mögen Blumen – wurden in diesem Frühling auf eine harte Probe gestellt. Es wollte und wollte nicht warm werden. Jeden Morgen gab es Frost und teilweise Temperaturen um die minus 6 Grad Celsius. Selbst wenn man es noch so wollte, Frühlingsblüher ins Blumenkisterl, aufs Grab oder ins Rabattl setzen ging fast nicht. Dabei hatten die Gärtnereien am Wochenmarkt so schöne, blühende Topfpflanzen auf ihren Ständen aufgebaut.
Letzte Woche wurde es endlich wärmer und da ging es richtig los. „Heier hob is schon fost nimma dawortn kinna. Oan Moi hätt is prowiert, oba de han oisaund (alle zusammen) dafrorn!“, beklagt eine Kundin ihr Missgeschick. Dafür gibt es jetzt viele Blühpflanzen in den schönsten Farben - wie: Hornveilchen, Märzenbecher, Ranunkel, Gänseblümchen. Auch das „Kräuterkisterl“ kann schon bestückt werden, Schnittlauch, Petersilie, Salbei, Gartenkresse, Basilikum und Rosmarin warten auf das Auspflanzen.
Bosna-Tag am Bauernmarkt
Bosna am Bauernmarkt klingt irgendwie gewöhnungsbedürftig. Es besteht aus Bratwürstl in einem, der Länge nach aufgeschnittenen Weißbrot, kleingeschnittenen Zwiebel, Senf oder Ketchup und scharfen Gewürzen. Erfunden wurde diese Spezialität von einem Bulgaren in Salzburg, genauer im Müllner Bräu nach dem Zweiten Weltkrieg. Sein erstes Geschäft hatte er in einem kleinen Durchgang zur Getreidegasse und viele werden sich – genau wie der Roaser – dort an ihre erste Bosna erinnern. Seitdem zählt Bosna bei uns und in Bayern zu einem beliebten Imbiss. Die Österreicher nannten vieles, was scharf gewürzt war - ein Erbe der k.k. Monarchie - bosnisch. Daher der Name Bosna, erklärt ein Experte der Küchensprache. Alois Finster erzeugt sehr feine Bratwürstl und er experimentiert gerne. Warum also nicht einmal eine Bauernbosna anbieten, wie es am nächsten Freitag geschieht. Sie schmeckt sicher gut.


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