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LENGAU. Die Projektgruppe „LengAu“ stellte die „Pflanze des Jahres 2021“, den Großen Wiesenknopf, der in der Region beheimatet ist und zu den gefährdeten Pflanzen zählt, vor.

Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist in Lengau beheimatet. (Foto: Klammler)
Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist in Lengau beheimatet. (Foto: Klammler)

Coronabedingt musste die Projektgruppe mit der Präsentation etwas warten, nun konnte die Veranstaltung durchgeführt werden. „LengAu“ entstand unter Agenda 21-Initiative und setzt sich mit diversen Aktivitäten für den Erhalt von artenreichen Wiesen ein.

Eine Biologin wurde damit beauftragt, in Lengau eine Erhebung zur Artenvielfalt zu machen. Sie untersuchte einige Wiesen im Gemeindegebiet und fand 122 Pflanzenarten. 16 von ihnen stehen auf der Roten Liste OÖ, wobei wiederum 13 zu den gefährdeten und eine als stark gefährdete Art gilt.

Seltene Arten

Der Große Wiesenknopf ist eine jener Pflanzen, die auf der Roten Liste stehen. In den feuchten Wiesen in Lengau kommt die Pflanze aber noch besonders häufig vor. Zudem findet man in den Lengauer Wiesen zwei seltene Schmetterlinge, die Hellen und Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulinge. Sie sind, wie der Name verrät, auf eine komplizierte Weise mit der Existenz des Großen Wiesenknopfes verknüpft.

Um auf die besondere Pflanze aufmerksam zu machen, erstellte die Arbeitsgruppe einen Info-Folder und ließ Postkarten mit Wiesenknopf-Motiven drucken. Diese sind nun im Gemeindeamt und im Lengauer Laden erhältlich.

Insektencheck im Sommer

Im Sommer ist außerdem ein Insektencheck geplant. Ausgewählte Wiesen werden dabei mehrere Stunden lang von Fachleuten untersucht und es werden die dort lebenden Insekten registriert. Interessierte können kostenlos mitmachen. Die Termine werden in der Gemeindezeitung bekannt gegeben. Die Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus unterstützt.


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