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„Mein Highlight ist, wenn ich meine Kunden und deren Angehörige zum Lachen bringe“

Theresa Senzenberger, 26.03.2024 15:31

BEZIRK BRAUNAU. Die Mobile Betreuung hilft Menschen mit Behinderung, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Sandra Lobner aus Schneegattern beispielsweise wird von der Diakonie-Mitarbeiterin Romana Santner begleitet. Die gemeinsame Zeit hilft ihr, trotz der Diagnose mal abzuschalten.  

Sandra Lobner wird seit sechs Jahren von Romana Santner unterstützt. Das Foto entstand bei einem Badeausflug am Wallersee. (Foto: Diakoniewerk)

Sandra Lobner hat Multiple Sklerose. Seit sechs Jahren wird die 38-Jährige deswegen von Romana Santner, einer Mitarbeiterin in der Mobilen Behindertenbegleitung des Diakoniewerks, begleitet. Die beiden sind fast gleich alt und verstehen sich gut.

An der gemeinsamen Zeit schätzen Lobner und Santner vor allem die Abwechslung. So machen die beiden beispielsweise auch mal einen Badeausflug. Auch so kann eine Betreuung aussehen.

„Keine Betreuung gleicht der anderen. So verschieden unsere Kunden beziehungsweise die Kundenbedürfnisse sind, so individuell sind auch die Betreuungen. Körperpflege, Freizeitgestaltung, seelischer Beistand und Unterstützung in jeglicher Lebensphase – es ist alles dabei“, erzählt Santner.

In der Betreuung gehen Angehörige von Menschen mit Behinderungen häufig bis an ihre Belastungsgrenze. Hin und wieder für Entlastung zu sorgen und ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind, ist ein gutes Gefühl, so die Betreuerin. „Mein persönliches Highlight ist, wenn ich meine Kunden und deren Angehörige zum Lachen bringe.“

Seit 20 Jahren

Das Angebot „Mobile Betreuung für Menschen mit Behinderung“ gibt es inzwischen seit 20 Jahren. Es wurde 2004 im Diakoniewerk gestartet.

Die Mitarbeiter unterstützen Menschen mit Beeinträchtigung dabei, Alltagssituationen zu bewältigen. Das ermöglicht ein weitgehend eigenständiges Leben in der eigenen Wohnung.

Die Aktivitäten in der mobilen Begleitung sind vielfältig. Mitarbeiter helfen beispielsweise bei der Körperpflege, bei Bank- oder Behördengängen, unterstützen bei der Hausarbeit und dem Kochen. Sie besuchen mit ihren Klienten auch Freunde, machen Ausflüge oder gehen einkaufen.  Die Dauer und das Ausmaß der Betreuung werden individuell vereinbart.

Mobile Betreuung in Braunau

Kunden werden von mindestens zwei Mitarbeitern begleitet. Das soll verhindern, dass bei einem Ausfall eine unbekannte Betreuungsperson übernehmen muss. Manche Kunden in Braunau werden bereits seit über zehn Jahren begleitet.

In Braunau gibt es 15 Mitarbeiter in der Mobilen Betreuung. Der Zusammenhalt ist groß – auch pensionierte Mitarbeiter helfen immer wieder gerne mit.

Das Team freut sich aber über Verstärkung – nicht nur in Braunau, sondern auch an anderen Standorten in Oberösterreich. Gesucht werden Personen mit abgeschlossener Ausbildung in einem Pflegeberuf.

Wer die Unterstützung der Mobilen Betreuung in Anspruch nehmen möchte, kann Kontakt mit der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde oder einer Einrichtung der Mobilen Betreuung aufnehmen. Weitere Infos gibt es unter www.diakonie.at


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