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Neues Frauenprojekt „Women in Art“ startet in Braunau

Sabrina Antlinger, 22.01.2026 14:45

BRAUNAU. Ab Februar bereichert ein neues Angebot das Atelier KuSS – Kunst für Sinn & Soziales in Braunau: Das Frauenprojekt „Women in Art“ richtet sich an Frauen, die durch Gewalt oder Missbrauch belastet sind, schwere Schicksalsschläge erlebt haben oder sich aktuell in herausfordernden Lebenssituationen befinden. Angesprochen werden ebenso einkommensschwache Frauen, Alleinerziehende sowie arbeitslose Frauen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kreativität als Kraftquelle wirken kann.

V.l.: Florian Reitsammer (Geschäftsführer LEADER Oberinnviertel-Mattigtal), Gabriele Knauseder, Nina Pommer, Johannes Waidbacher und Albert Troppmair (Foto: LEADER Oberinnviertel-Mattigtal)

In einem geschützten Rahmen können die Teilnehmerinnen handwerklich und künstlerisch tätig werden, neue Ressourcen entdecken und Schritt für Schritt wieder Vertrauen in die eigene Stärke entwickeln. Im freien Atelier entstehen dabei ganz unterschiedliche Werke – von Gebrauchskeramik über Dekorationen bis hin zu Figuren und Skulpturen.

Initiatorin des neuen Projekts

Fachlich und einfühlsam begleitet wird das Projekt von der Kunsttherapeutin und Künstlerin Nina Pommer, die seit 2018 bereits kreative Integrationsprojekte für Kinder und Jugendliche aufgebaut hat. „Ich möchte Räume schaffen, in denen Frauen durch kreatives, handwerkliches Tun wieder bei sich ankommen können – als bewussten Gegenpol zur digitalen Welt. Die eigene Gestaltungskraft schenkt Lebensfreude und hilft, Selbstbestimmung Schritt für Schritt neu aufzubauen“, betont Pommer.

Unterstützung aus der Region

Rückhalt erhält „Women in Art“ auch aus der Region. Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher zeigte sich bei einem Besuch im Atelier überzeugt: „Kreativität kann neue Lebensfreude wecken und Perspektiven eröffnen. Es ist ein großes Plus für unsere Stadt, dass es mit ‚Women in Art‘ ein solch wertvolles Angebot für Frauen gibt.“

Unterstützung kommt zudem von LEADER Oberinnviertel-Mattigtal. LEADER-Vorstandsmitglied Gabriele Knauseder hebt die Bedeutung der Gruppe hervor: „In einer kleinen, wertschätzenden Frauenrunde wird nicht nur getöpfert und gestaltet – hier entstehen auch Austausch, gegenseitige Stärkung und neue Zuversicht.“ LEADER-Obmann Albert Troppmair verweist auf den gesellschaftlichen Auftrag: „Unser Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt in der Region zu stärken und Menschen in schwierigen Lebenslagen nachhaltig zu unterstützen.“

Als Partner sind auch pro mente sowie Frau für Frau eingebunden. Auch das Frauenhaus Braunau begrüßt das neue Angebot ausdrücklich. Geschäftsführerin Sabine Zeller sagt: „Wir finden es wichtig, dass es ein Angebot für von Gewalt betroffene Frauen gibt, das Raum für Kreativität und neue Erfahrungen bietet. Durch das gestalterische Arbeiten wird das Selbstvertrauen gefördert und Ressourcen gestärkt, die für das weitere Leben hilfreich sind.“

Interessierte Frauen können sich direkt bei Nina Pommer im Atelier KuSS telefonisch unter 0676 7242415 melden. Aus Schutzgründen wird der genaue Termin der Treffen nicht veröffentlicht.


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