Mamma Forum Innviertel präsentierte aktuelle Fortschritte in der Brustkrebstherapie
INNVIERTEL. Bereits zum fünften Mal fand das Mamma Forum Innviertel im Veranstaltungszentrum Braunau statt. Die Leiter der Brustgesundheitszentren Braunau, Ried und Schärding luden zu einem Informationsabend rund um aktuelle Entwicklungen in der Brustgesundheit ein. Zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich über neue Erkenntnisse in Diagnostik und Therapie zu informieren.

Gottfried Hasenöhrl, Leiter des Brustgesundheitszentrums am Krankenhaus Braunau, betonte die Bedeutung der Veranstaltung als etablierte Plattform für medizinischen Austausch. Gemeinsam mit Oberarzt Peter Wurm (Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried) und Oberarzt Peter Prötsch (Klinikum Schärding) organisierte er vier Fachvorträge zu aktuellen Themen der Brustkrebsbehandlung. „Vier von fünf Frauen können heute dauerhaft geheilt werden“, hob Hasenöhrl die Fortschritte in der Therapie hervor.
Die Vorträge spannten einen breiten Bogen: Sandra Mroczek, Fachärztin für Chirurgie am Klinikum Schärding, informierte über aktuelle Richtlinien in der chirurgischen Therapie nach neoadjuvanter Behandlung. Franziska Weinberger, Ärztin in Ausbildung zur Fachärztin am Krankenhaus Ried, präsentierte einen Fallbericht über die operative Entfernung eines in die Brust dislozierten Metallfremdkörpers.
Franziska Schön, leitende Apothekerin am Krankenhaus Braunau, sprach über Wechselwirkungen verschiedener Medikamente bei Mammakarzinomen und die Bedeutung interprofessioneller Zusammenarbeit. Abschließend stellte Petronella Flachbartova von der Inneren Medizin 2 am Braunauer Krankenhaus neue Therapieansätze beim metastasierten triple-negativen Mammakarzinom vor. Dabei ging es insbesondere um sogenannte ADCs – eine moderne Medikamentengruppe, die Wirkstoffe gezielt zu Krebszellen transportiert und künftig bereits in der Erstlinientherapie eingesetzt werden könnte.


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