Das Mobile Hospizteam aus dem Bezirk Braunau feiert 20-jähriges Bestehen
BEZIRK BRAUNAU. Das Mobile Hospizteam feiert heuer 20 Jahre „Da-Sein“. Seit 2006 begleiten freiwillige Mitarbeiterinnen schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige und leisten damit wertvolle psychosoziale Unterstützung am Lebensende.

Gegründet wurde das Team nach einer Ausbildungsphase im Jahr 2005, zu Beginn mit neun engagierten Frauen in Altheim. Seitdem hat sich die Hospizarbeit stark verändert: Während früher auch einfache pflegerische Tätigkeiten möglich waren, liegt der Schwerpunkt heute ausschließlich auf Gesprächen, Begleitung und Entlastung der Familien.
Diese pflegerischen Tätigkeiten sind den Freiwilligen heute rechtlich nicht mehr erlaubt. Der Fokus hat sich ganz auf die zwischenmenschliche Ebene verschoben. „Heute führen wir Gespräche mit Klienten und Angehörigen, erleben die Konflikte in den Familien und entlasten die Angehörigen“, erklärt eine Mitarbeiterin.
Die Freiwilligen berichten von intensiven Begegnungen, die oft lange nachwirken – von bewegenden Lebensgeschichten bis hin zu jahrzehntelang bestehenden Kontakten zu Angehörigen. Entscheidend sei dabei nicht die Aufgabe selbst, sondern „einfach da zu sein“.
Getragen wird die Arbeit vor allem vom starken Teamzusammenhalt sowie regelmäßigen Aus- und Weiterbildungen. Für die Zukunft wünscht sich das Hospizteam mehr öffentliche Aufmerksamkeit und Nachwuchs, um die Begleitung am Lebensende auch weiterhin sicherzustellen.


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