BRAUNAU. Jörg Hager vom Braunauer Triathlonverein ATSV Braunau hat über 300 Triathlons bestritten.

Tips: Herr Hager, wie sind Sie zum Triathlon gekommen?
Hager: Nach meiner Gehirnblutung 1988 rappelte ich mich mühsam zurück ins Leben. Anfang der 90er fing ich dann mit den Sportarten Schwimmen, Radfahren und Laufen an. Ganz unbewusst trainierte ich also alle Sportarten, die es für einen Triathlon braucht. Es sollte jedoch noch einige Jahre dauern, bis ich endlich an der Startlinie meines ersten offiziellen Triathlons stand.
Tips: Können Sie sich noch an den ersten Bewerb erinnern?
Hager: In den 90er Jahren gab es am Gundhollinger Badesee noch einen Mini-Triathlon, den die meisten Athleten in unter 20 Minuten absolvierten – dort sammelte ich bei meinem Start 1995 erste Erfahrungen. Der Braunauer Triathlon war im Jahr 1997 dann mein erster „richtiger“ Triathlon.
Tips: Was war Ihr größter Erfolg?
Hager: Mein größter Erfolg war die Teilnahme über die Langdistanz (3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen) in Podersdorf am Neusiedler See.Dabei konnte ich das Ziel nach neun Stunden und 35 Minuten erreichen.
Tips: Was war Ihr härtester Bewerb?
Hager: Die anstrengendsten Triathlons waren sicher die Bergtriathlons in Uttendorf, Eisenwurzen und Attersee.
Tips: Wann werden Sie Ihr nächstes Rennen bestreiten?
Hager: Mein nächster Bewerb ist der Triathlon in Braunau am 1. Mai 2022. Ich bin stolz, dass wir als Verein dieses Rennen nun schon zum 27. Mal organisieren! Die Anmeldung ist ab Dezember unter www.tribraunau.at möglich.
Tips: Sie haben in den letzten fast 25 Jahren als aktiver Triathlet über 300 Triathlons und fast 700 Wettkämpfe absolviert. Ihr Erfolgsrezept?
Hager: Neben elf Langdistanzen (mehrmalige Starts in Podersdorf, sowie Klagenfurt, Regensdorf, Zürich, …) habe ich rund 50 Mitteldistanzen und etwa 60 Olympische Distanzen absolviert. Die restlichen Triathlons waren Sprintbewerbe. In meiner stärksten Saison habe ich gesamt 18 Triathlons absolviert, so stand ich zum Beispiel schon eine Woche nach der Langdistanz in Podersdorf an der Startlinie der Mitteldistanz in Saalfelden. Beide Starts wurden mit einem Top 10 Ergebnis in meiner Altersklasse belohnt. Am Anfang und Ende der Saison kamen früher meist noch Duathlons- und Laufbewerbe dazu. So habe ich neben den Triathlons auch rund 20 Duathlons, 65 Halbmarathons, 17 Marathons und unzählige Volksläufe bestritten. Mittlerweile konzentriere ich mich aber nur noch auf Triathlon und starte meistens über die Sprint- oder olympische Distanz. In den letzten Jahren bin ich auf rund 10 Starts pro Saison gekommen. Bei all dem unterstützt mich auch meine Partnerin Aloisia, ohne die das alles nicht möglich wäre.
Tips: Was würden Sie einem Triathlonanfänger raten?
Hager: Den Sport nicht zu verbissen zu machen, sondern mit Freude dabei zu bleiben. Triathlon ist eine Lebenseinstellung um regelmäßig und langfristig Sport zu betreiben – nur wenn man etwas gern macht bleibt die Motivation erhalten.


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