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Rennteam aus Kirchberg erlebte Auf und Ab beim vierten Lauf der GT Open

Leserartikel Michelle Baumann, 25.07.2023 11:32

KIRCHBERG. Das Eastalent-Racing Team aus Kirchberg bei Mattighofen erlebte auf dem Circuit Paul Ricard bei dem vierten Lauf der GT Open am vergangenen Wochenende von Beginn an ein Auf und Ab der Emotionen. 

Christopher Haase (l.) und Simon Reicher (Foto: www.kartnet.de/Michael Schulz)
Christopher Haase (l.) und Simon Reicher (Foto: www.kartnet.de/Michael Schulz)

Während die Österreicher mit Simon Reicher und Audi Sport Fahrer Christopher Haase am Steuer in beiden freien Trainings am Freitag die Schnellsten waren, kamen sie am Samstag über einen 14. Platz im Zeittraining nicht hinaus. Im anschließenden Rennen drehte sich ein Mitbewerber vor Startfahrer Simon Reicher und touchierte dabei den Audi R8 LMS evo II so stark, dass dieser die Box ansteuern musste.

Simon Reicher sah die Situation so: „Der Start gestaltete sich schwierig, da der Fahrer vor mir nicht richtig wegkam. Nachdem sich das Starterfeld in den darauffolgenden Kurven etwas staute, drehte sich ein Mitbewerber vor mir. Es sah so aus, als wären seine Reifen nicht auf Temperatur gewesen. Jedenfalls hat er sich bei dieser Aktion in mich hineingedreht. Ein Klassiker im Motorsport. Ich habe noch eine Runde lang geschaut, ob wir mit dem Schaden weiterfahren können, doch dieser war einfach zu groß.“

Das zweite Zeittraining am Sonntag übernahm Christopher Haase: „Es liegt ein ereignisreiches Wochenende hinter uns. Wir sind mit zwei Bestzeiten in den freien Trainings sehr gut ins Wochenende gestartet. Das erste Zeittraining am Samstag war etwas schwierig, zumal Simon in seiner ersten Runde unverschuldet in einen Unfall geraten ist. Somit sind wir ausgefallen und konnten keine Punkte für die Meisterschaft mitnehmen. Leider passiert das im Motorsport, was immer schade ist, auch weil ich davon ausgehe, dass wir viele Punkte in der Meisterschaft hätten mitnehmen können. Und auch im zweiten Zeittraining waren wir einfach nicht auf den Punkt perfekt vorbereitet, was uns zu Platz fünf geführt hat. Das Rennen hat dann viel Spaß gemacht und das Auto lief klasse. Ich hatte einige faire Zweikämpfe und konnte unseren Audi auf Platz eins liegend an Simon übergeben. Simon konnte den Druck standhalten und musste sich erst kurz vor Schluss seinem Hintermann geschlagen geben. Mit dieser Leistung verabschieden wir uns aus Le Castellet mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“

Simon Reicher kommentiert seine Sicht auf das Finale am Sonntag: „Für mich war es sehr schwierig ins Rennen zu kommen. Wir hatten am Auto ein paar Veränderungen vorgenommen, da fehlt mir einfach die Praxis hier in Paul Ricard. Hinzu kam, dass sich der Luftschlauch, der für die Helmkühlung zuständig ist, gelöst hatte. Bei jeder Kurve und jedem Bremsen flog er mir im Gesichtsfeld herum. Nur durch Zufall bekam ich den Schlauch auf der Geraden gefasst und konnte ihn mir wieder am Helm anschließen. Leider ist mir dann noch ein kleiner Fehler unterlaufen, so dass mich ein Mitbewerber überholen konnte. Mit dem zweiten Platz bin ich sehr glücklich. Vor allem, weil die Pace gepasst hat.“

Teamchef Peter Reicher

Abschließend bewertet Teamchef Peter Reicher das GT Open Wochenende in Südfrankreich: „Grundsätzlich bin ich mit dem Wochenende sehr zufrieden. Lediglich die null Punkte Ausbeuten aus dem Sonntagrennen am Hungaroring und hier in Paul Ricard am Samstag liegen mir ein bisschen schwer in der Magengegend. Damit wird es für uns in der Meisterschaft schwierig. Unser erster Sieg wartet immer noch auf uns. Die Mannschaft, das Team, unsere Fahrer haben eine Top Leistung gezeigt. Wir werden alles unternehmen, um bei unserem Heimrennen am Red Bull Ring unseren ersten Sieg zu zelebrieren.“


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