Trotz Herausforderungen: Frauen setzten sich in der Wirtschaft durch
BRAUNAU. Starre Arbeitszeiten, Bürokratie und unzureichende Kinderbetreuung - das sind die Themen, die Unternehmerinnen zu schaffen machen. Dennoch stellen sich immer mehr Frauen im Bezirk der Herausforderung und gründen ein Unternehmen.

Bis September diesen Jahres wurden 104 Unternehmen im Bezirk Braunau von Frauen gegründet. Das sind um 30 Prozent mehr als es im Vorjahr waren. Rund 2,4 Arbeitsplätze werden pro Unternehmensgründung geschaffen, weiß Patrizia Faschang, Vorsitzende von Frau in der Wirtschaft Braunau. Das weibliche Potential sei für den Wirtschaftsraum Braunau also unverzichtbar. Faschang weiß aber auch, dass Frauen heutzutage immer noch vor großen Herausforderungen stehen, auch wenn schon einiges getan wurde: „Neben dem Aufbruch von traditionellen Rollenbildern sind überbordende Bürokratie, starre Arbeitszeiten und unzureichende Kinderbetreuung die wesentlichen Stolpersteine, die es aus dem Weg zu räumen gilt.“ Die Arbeitszeiten seien nach wie vor zu unflexibel, kritisiert Faschang: „Flexibilisierung und Individualisierung sind gesellschaftliche Trends, die sich bereits deutlich auf dem Arbeitsmarkt abzeichnen.“ Auch die anhaltende Bürokratie mache mit ihren Vorschriften sowohl den Arbeitgebern als auch den Arbeitnehmern das Leben oft schwer.
Kinderbetreuungsangebot mangelhaft
Auch das derzeitige Kinderbetreuungsangebot gehe „eindeutig am Bedarf der österreichischen Familien vorbei“, kritisiert Faschang. Sowohl die täglichen Öffnungszeiten als auch die Ferienzeiten würden in Oberösterreich immer noch nicht den Erfordernissen der modernen Arbeitswelt entsprechen.


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