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BRAUNAU. Die Nationalratswahl steht unmittelbar bevor, am 15. Oktober wird gewählt. Insgesamt 16 Parteien treten gegeneinander an und kämpfen um Stimmen. Schon seit Wochen ist der Wahlkampf im Gange und die Kandidaten präsentieren sich und ihre Wahlprogramme. Tips stellt als kleine Entscheidungshilfe die Spitzenkandidaten aus dem Bezirk Braunau im Wahlkreis Innviertel vor und fasst deren wichtigste Ziele in den Bereichen Verkehr, Infrastruktur, Bildung und Soziales zusammen.

Gabriele Knauseder
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Gabriele Knauseder

SPÖ, Listenplatz 1

Verkehr:

Gerade im Innviertel sind abseits vom Zentralraum der weitere, benutzerfreundliche Ausbau und die Instandhaltung bereits bestehender Öffis enorm wichtig.

Infrastruktur:

Eine Vielfalt an Schul- und Ausbildungsmöglichkeiten, leistbare Mieten, eine moderne Energiegewinnung, der Ausbau von Verkehrs- und Kommunikationsnetzen, mehr Freizeit- und kulturelle Einrichtungen, ein Frauenhaus. All das wären Investitionsmöglichkeiten, die den ländlichen Raum erheblich aufwerten.

Bildung:

Investitionen in die Bildung sind Investitionen in eine sichere. Zukunft und daher fordere ich gleiche Chancen für alle Kinder und somit beste Bildung von Anfang an.

Soziales:

Hier wünsche ich mir ein gerechtes, gesichertes und qualitätsvolles Gesundheitssystem, damit sich auch alle InnviertlerInnen die Gesundheitsversorgung und Pflege leisten können, die sie benötigen.

 

Andrea Holzner

ÖVP, Listenplatz 2

Verkehr:

Rasche Umsetzung des regionalen Verkehrskonzeptes und Modellregion zum Testen flexibler Verkehrslösungen, wie zum Beispiel Rufbusse oder Sammeltaxis installieren.

Infrastruktur:

Das Innviertel hat Aufholbedarf im Straßenbau, ebenso drängend ist Versorgung mit schnellem Internet, und für die Oberinnviertler ist eine neue Salzachbrücke enorm wichtig.

Bildung:

Bildungsangebot neben den Schulen auf Stärken und Bedarf des Innviertels abstimmen, Vernetzung der Bildungseinrichtungen und ebenso Stärkung des dualen Ausbildungssystems.

Soziales:

Leistbares Wohnen, Unterstützung der Familien in der Kinderbetreuung und bei der Pflege von kranken Angehörigen; im Gesundheitsbereich Primärversorgungszentren zu einer besseren ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum.

Wolfgang Pohler

FPÖ, Listenplatz 3

Verkehr:

Ich setze mich für den Ausbau der B 156 und der B 147 in Bezug auf Sicherheit und Flüssigkeit in der Region ein, und ich fordere seit Jahren den Neubau der Brücke in Tittmoning, weil die alte Brücke aus Sicherheitsgründen jederzeit gesperrt werden könnte.

Infrastruktur:

Leistbare Wohnungen müssen auch für junge Menschen und Senioren vermehrt angeboten werden können, ebenfalls unabdinglich ist die Forderung nach einer finanziellen Unterstützung der Gemeinden im Bereich der Seniorenheime durch den Bund aufgrund des Wegfalls des Pflegeregresses.

Bildung:

Dem Facharbeitermangel im Bezirk muss durch mehr Unterstützung der Unternehmen in der Lehrlingsausbildung und -förderung entgegengewirkt werden, ein weiterer Schritt ist unbedingt die positive Darstellung der zahlreichen Lehrberufe an unseren Schulen.

Soziales:

Um die weitere Ausdünnung der Hausarztpraxen zu verhindern, fordern wir für unsere ländliche Bevölkerung eine gesetzliche Verbesserung der Niederlassungs- und Verdienstbedingungen für junge praktische Ärzte.

David Stögmüller

Grüne, Listenplatz 1

Verkehr:

Öffentlichen Verkehr massiv ausbauen. Höhere Vertaktung, barrierefreie und moderne Bahnhöfe, umweltschonende Elektrotriebwägen und günstigere Tickets, damit der öffentliche Verkehr wirklich eine Alternative zum motorisierten Individualverkehr ist.

Infrastruktur:

Breitbandausbau. Hier ist das Innviertel noch immer Schlusslicht.

Bildung:

Erhalt und Ausbau der Berufsschulen im Innviertel. FH Innviertel auch weiterhin ein wichtiges Thema, Schwerpunkt auf Sozial- und Gesundheitsbereich sowie Composite. Besonderes Augenmerk auch auf Kindergartenbetreuung, die dringend ausgebaut werden muss.

Soziales:

Hier besteht große finanzielle Herausforderung in den nächsten Jahren und diese darf nicht nur auf den Schultern von Gemeinden und Bezirken getragen werden. Es müssen optimale Rahmenbedingungen geschaffen werden, um eine lange Betreuung zuhause zu ermöglichen.

Brigitte Zeillinger

FLÖ, Listenplatz 1

Verkehr:

Es gilt, im Nahverkehr jahrelange Forderungen umzusetzen, indem Fahrpläne attraktiver und in Abstimmung mit Schulzeiten gestaltet werden, mehr Fahrgäste anziehen, um nicht an voll geparkten Parkplätzen von Industriebetrieben vorbeizufahren.

Infrastruktur:

In der Digitalisierung sehe ich eine gewaltige Chance neue Jobs zu schaffen, Wirtschaftsstandorte zu stärken, Betriebe innovativer und leistungsfähiger zu machen, daher müssen die Vernetzung der Mobilfunkanbieter und der Ausbau des Glasfasernetzes vordringlich abgehandelt werden.

Bildung:

Das Bildungswesen gilt es zu entrümpeln und zu entpolitisieren, hier versickert viel Geld in der Bürokratie und in politischen Eitelkeiten der Akteure; nur ein Abbau des Schuldenberges kann Bildung wie bisher gewährleisten; Studienfreifahrten müssen bundesweit umgesetzt werden.

Soziales:

Unsere Spitzenkandidaten unterzeichneten ein Manifest, in dem verbindlich festgelegt ist, dass es zu keiner Zustimmung einer Pensionsanpassung, die nicht mindestens die Inflationsrate abgilt, kommt, weiters darf der Mehraufwand an Verwaltungsausgaben im Gesundheitswesen nicht zu Lasten der Patienten gehen.

Gerald Weilbuchner

ÖVP, Listenplatz 5

Verkehr:

Neue Zuggarnituren nicht wie aktuell nur im Zentralraum, sondern natürlich auch bei uns. Über Parteigrenzen hinweg den Turbo für unsere Region zünden, denn die FPÖ stellt den Infrastuktur-Landesrat und im Bund ist derzeit (noch) die SPÖ zuständig. Eine Minderheit darf in Zukunft Projekte nicht verhindern, die für den Bezirk insgesamt wichtig wären (z. B. Verzögerung Umfahrung Mattighofen ...)

Wirtschaft und Landwirtschaft:

Unsere starke Landwirtschaft im Bezirk Braunau als Teil des Wirtschaftsgefüges denken. Qualität vor Quantität, um auf dem globalen Markt die Nase vorne zu haben. Weg mit unnötiger Bürokratie, damit wir wieder mehr Wachstum und Innovation erreichen. Arbeitszeitflexibilisierung endlich ideologiefrei ausarbeiten!

Bildung:

Unsere Lehrlinge sind in ihren jeweiligen Berufen Welt- und Europameister, daher muss das duale Ausbildungssystem weiterentwickelt werden. Bildungsreform endlich richtig angehen, damit ein Direktor ein Schulmanager wird und sich nicht unterschiedlichen Zuständigkeiten von Bund und Land hingeben muss.

Soziales:

Nachdem in Oberösterreich die Mindestsicherung für Asylwerber bereits gekürzt wurde, sollte dieses Modell bundesweit umgesetzt werden. Wir sollten über eine Pflegeversicherung diskutieren, damit jeder in Würde altern kann - egal ob im Kreise seiner Familie oder im Altersheim.


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