Bezirk stand 2016 mit 120 Millionen Euro in der Kreide – Tendenz sinkend
BRAUNAU. Mit Ende Dezember ging der Österreichische Gemeindebund mit einer Plattform online, bei der alle Finanzdaten der Gemeinden einsehbar sind. Tips nahm den Bezirk Braunau und seine 46 Gemeinden unter die Lupe.BRAUNAU. Mit Ende Dezember ging der Österreichische Gemeindebund mit einer Plattform online, bei der alle Finanzdaten der Gemeinden einsehbar sind. Tips nahm den Bezirk Braunau und seine 46 Gemeinden unter die Lupe.

„Die Menschen haben ein Recht darauf zu wissen, wofür ihre Gemeinde das ihr anvertraute Steuergeld ausgibt“, erklärt Gemeindebund-Präsident Alfred Riedl beim Relaunch des neuen Portals gemeindefinanzen.at. Hier sind die Haushalte aller Gemeinden bis in viele Details einsehbar und vergleichbar. Die verwendeten Daten spiegeln keine Voranschläge, sondern Rechnungsabschlüsse, also die tatsächlichen Ausgaben, wider.
Einnahmen über 270 Millionen Euro
Die aktuellsten Daten derzeit sind jene von 2016. In diesem Jahr haben die 46 Gemeinden des Bezirks Braunau insgesamt 270 Millionen Euro – um ein Prozent mehr als im Jahr davor – eingenommen. Die größten Einnahmequellen waren dabei Ertragsanteile mit 82 Millionen Euro und die Einnahmen aus Steuern und Abgaben mit 49 Millionen Euro. Die Gesamtausgaben hielten sich mit den Einnahmen die Waage. Die größten Brocken waren hier die Bereiche Dienstleistung mit 76 Millionen Euro sowie Unterricht, Erziehung, Sport und Wissenschaft mit 50 Millionen Euro.
120 Millionen Euro Schulden
Der Gesamtschuldenstand der Gemeinden im Bezirk betrug mit Ende 2016 insgesamt 120 Millionen Euro, das sind pro Kopf 1170 Euro. Die höchste Pro-Kopf-Verschuldung im Bezirk Braunau wies die Gemeinde Maria Schmolln mit 3290 Euro auf, die niedrigste die Gemeinde Weng mit 142 Euro. Generell lässt sich in den meisten Gemeinden des Bezirks eine Tendenz zum Schuldenabbau feststellen.


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