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BEZIRK BRAUNAU. Die neuerliche Verlängerung des österreichweiten Lockdowns bis mindestens 7. Februar hat auch für viele Unternehmer in der Region weitreichende Folgen, da sie ihr Geschäft weiterhin nicht öffnen dürfen. Tips hat über die aktuelle Situation mit dem Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer Braunau, Klaus Berer, gesprochen.

Klaus Berer Foto: WKO OÖ
Klaus Berer Foto: WKO OÖ

Für viele heimische Unternehmer war die erneute Verlängerung des Corona-Lockdowns eine Hiobsbotschaft, vor allem in finanzieller Hinsicht, weil sie ihrem Geschäft weiter nicht nachgehen können und teils auf staatliche Hilfen angewiesen sind. „In vielen Fällen leben die betroffenen Unternehmer jetzt von ihrer Substanz und müssen langfristig aufgebaute Mittel, die etwa für die Altersvorsorge gedacht waren, aufbrauchen“, meint der Bezirkstellenleiter der Wirtschaftskammer Braunau, Klaus Berer. Dazu komme auch die unsichere Zukunft, weil viele nicht wüssten, wie lange die Situation noch andauern wird und ob man etwaige Schulden auch bedienen könne.

Auch wenn der Wunsch aller und natürlich auch der Wirtschaft wäre, dass die Maßnahmen gar nicht mehr notwendig wären, so stehe die Gesundheit der Menschen und die Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems immer noch im Vordergrund.

Kritik an fehlender Planbarkeit

Als Kritik sieht er aber unter anderem auch die fehlende Planbarkeit: „Viele Betriebe können nicht von einem Tag auf den anderen hochgefahren werden, das bedarf entsprechender Vorlaufzeiten bezüglich Material und Personal“, so Berer. In den meisten Fällen seien auch die Förderungen der Regierung nicht kostendeckend. Je länger die Einschränkungen in Bezug auf den Einzelhandel, Gastronomie und weitere Geschäftsbereiche durch gesetzliche Schließungen und Lockdowns dauern, desto größer ist natürlich auch die Gefahr in finanzielle Schieflage zu geraten. „Ob und wie viele es tatsächlich sind, weiß man nicht, aber die Gefahr ist durchaus real“, meint Berer.

Hoffnung auf Erholung nach Pandemie-Ende

Er ist aber trotzdem zuversichtlich, dass sich die Wirtschaft vor allem in der Region relativ schnell wieder erholen wird, wenn das Ende der Pandemie da ist.


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