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Online Redaktion, 16.12.2021 21:42

BRAUNAU. Sie schreien um Hilfe, weil sie dringend Entlastung brauchen: Die Beschäftigten der oberösterreichischen Ordensspitäler und der konfessionellen Pflegeheime forderten bei Aktionen am 15.12. um 12:15 Uhr erneut die Landespolitik zum Handeln auf – auch in Braunau.

Foto: ÖGB OÖ
Foto: ÖGB OÖ

Die wichtigste Forderung: Mehr Personal. „Es ist bereits 15 nach zwölf. Die Beschäftigten im Gesundheitssystem gehen seit langem bis an ihre Grenzen und mittlerweile weit darüber hinaus. Erschöpfung ist spürbar. Dennoch gibt es noch immer keine Entlastungsmaßnahmen“, kritisiert Markus Simböck, Angestelltenbetriebsratsvorsitzender im Krankenhaus St. Josef Braunau.

Brief an Politiker

In einem offenen Brief an VP-Landeshauptmann Thomas Stelzer und seine VP-Stellvertreterin Christine Haberlander deponieren die Beschäftigten einmal mehr ihre wichtigsten Forderungen, denen sie bei Protestkundgebungen vor den einzelnen Häusern Nachdruck verleihen. „Wir brauchen mehr Personal – und das nicht erst seit Beginn der Pandemie. Wir sind schon vorher am Limit gefahren. Und das rächt sich nun. Ich mache mir Sorgen um meine Kollegen. Sie sind erschöpft. Will die Landespolitik weiter nur zuschauen, bis auf die Corona-Welle eine Burnout-Welle folgt?“, so Simböck. Die Beschäftigten der oberösterreichischen Ordensspitäler und der konfessionellen Pflegeheime fordern neben Unterstützungskräften für Heime und Spitäler die Covid-Prämie für alle in den Häusern Beschäftigten, Arbeitsentlastung, eine adäquate Abgeltung kurzfristig anberaumter Dienste und eine Reduktion der wöchentlichen Normalarbeitszeit bei vollem Lohn- und Gehaltsausgleich.


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