Amag setzt Erfolgskurs im dritten Quartal fort
BRAUNAU-RANSHOFEN. Die Amag-Gruppe konnte in den ersten drei Quartalen erneut Anstiege im Umsatz und Ergebnis gegenüber dem Vorjahr erzielen. Damit wurde erstmals in der Unternehmensgeschichte ein operatives Ergebnis (EBITDA) von klar über 200 Millionen Euro erwirtschaftet.

Dank anhaltend hoher Produktivität, kontinuierlicher Produktmixoptimierung sowie der guten Nutzung vorhandender Kapazitäten konnte das bislang überwiegend positive Marktumfeld erfolgreich genutzt werden, berichtet die Amag in ihrer Quartalsbilanz. Rückenwind kam außerdem aus der Beteiligung an der kanadischen Elektrolyse Alouette, die mit einer soliden Produktion von attraktiven Aluminium- und Rohstoffpreisen profitierte.
Gerald Mayer, Vorstandsvorsitzender der Amag Austria Metall AG: „Uns ist es trotz zahlreicher Herausforderungen gelungen, das beste operative Ergebnis in der Unternehmensgeschichte zu erzielen. Mit unseren innovativen und nachhaltigen Produkten sowie der klaren Ausrichtung auf die nachhaltige Produktion konnten wir das positive Marktumfeld bestmöglich nutzen. Die weitere Geschäftsentwicklung ist jedoch von Unsicherheiten geprägt. Wir werden weiterhin unsere breite Aufstellung nutzen und flexibel auf Nachfrageveränderungen reagieren.“
Die Umsatzerlöse der AMAG-Gruppe konnten in den ersten drei Quartalen 2022 um 46,6 Prozent auf 1.353,9 Millionen Euro beträchtlich gesteigert werden (Q1-Q3/2021: 923,8 Millionen Euro). Ausschlaggebend dafür waren vor allem das höhere Aluminiumpreisniveau, Preisanpassungen infolge gestiegener Kosten sowie Optimierungen im Produktmix. Der deutlich schwächere Euro zum US Dollar wirkte ebenfalls umsatzerhöhend. Der Gesamtabsatz lag mit 341.500 Tonnen leicht über dem Niveau des Vorjahres (Q1-Q3/2021: 337.800 Tonnen).
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wurde um 48,3 Prozent auf 217,4 Millionen Eurosignifikant gesteigert (Q1-Q3/2021: 146,5 Millionen Euro). Das Segment Metall profitierte bei einer anhaltend soliden Produktion vom attraktiven durchschnittlichen Aluminiumpreis und den im Verhältnis günstigen Tonerdekosten. Die Segmente Gießen und Walzen zeichneten sich durch eine hohe Produktivität und einer optimierten Nutzung vorhandender Kapazitäten aus. Erfolgreich umgesetzte Produktmixoptimierungen und Preisanpassungen infolge der gestiegenen Vormaterial- und Energiekosten wirkten ebenfalls positiv.
Unter Berücksichtigung von Abschreibungen in Höhe von 65,7 Millionen Euro (Q1-Q3/2021: 62,7 Millionen Euro) konnte das Betriebsergebnis (EBIT) in der aktuellen Berichtsperiode auf 151,6 Millionen Euro ebenfalls beträchtlich gesteigert werden (Q1-Q3/2021: 83,9 Millionen Euro).
Das Ergebnis nach Ertragsteuern wurde gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt und lag in den ersten neun Monaten bei 106,7 Millionen Euro (Q1-Q3/2021: 57,0 Millionen Euro).
Ergebnisentwicklung
Der Gesamtabsatz konnte im dritten Quartal 2022 auf 116.400 Tonnen deutlich gesteigert werden (Q3/2021: 111.700 Tonnen). Der durchschnittliche Aluminiumpreis reduzierte sich im Quartalsvergleich von 2.654 USD/Tonne auf 2.358 USD/Tonne. Eine positive Abweichung zeigte sich bei den Prämienerlösen für Primäraluminiumlieferungen. Am Amag Standort in Ranshofen wirkten sich vor allem Preisanpassungen infolge der gestiegenen Kosten positiv auf die Umsatzerlöse der Amag-Gruppe aus. Insgesamt zeigt sich damit im Berichtsquartal ein Anstieg von 36,8 Prozent auf 449,6 Millionen Euro (Q3/2021: 328,8 Millionen Euro).
Ausblick 2022
Das bisherige Geschäftsjahr war überwiegend von einem positiven Marktumfeld gekennzeichnet. Das wirtschaftliche Umfeld zeigte sich im Laufe des dritten Quartals 2022 jedoch zunehmend eingetrübt. Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg und die beträchtliche Kosteninflation, primär bedingt durch die steigenden Energiepreise, sind maßgeblich dafür verantwortlich. Die Unsicherheit in der Aufrechterhaltung der Energieversorgung bleibt zudem bestehen, berichtet das Unternehmen.
Zwar federn die bestehenden Energiepreissicherungen und das breite Produktportfolio die Auswirkungen ab, dennoch erwartet die Amag-Gruppe einen zunehmenden Ergebniseinfluss aufgrund der steigenden Kosten und der allgemein rückläufigen Wirtschaftsentwicklung. Diese Entwicklung spiegelt sich zum Teil auch in den Auftragseingängen aus einzelnen Kundenindustrien wider.
Basierend auf den aktuellen Einschätzungen zu den Absatz- und Preisentwicklungen sowie einer stabilen Energieversorgung vorausgesetzt, rechnet der Amag Vorstand für das Gesamtjahr 2022 mit einem EBITDA zwischen 230 und 250 Millionen Euro.


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