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BRAUNAU. Die RE/MAX Innova Mitarbeiter berichteten in Vorträgen in Braunau, Ried und Mattighofen einem  interessierten und fachkundigen Publikum über die aktuellen Veränderungen am Immobilienmarkt.

 (Foto: Remax)
(Foto: Remax)

Braunau Ried Mattighofen, Mitte Oktober 2023

In Österreich ist mit 58.195 Verbücherungen im ersten Halbjahr 2023 der Immobilienmarkt nach den RE/MAX-ImmoSpiegel-Analysen um -16.063 Objekte zum Vorjahr eingebrochen. Minus 21,6 Prozent fehlen auf das Vorjahr, das das zweitstärkste in der Historie war. Auch in Oberösterreich und den Bezirken Braunau mit -42 Prozent und Ried mit -19 Prozent sind die Verkäufe stark rückläufig.

Auch beim Transaktionswert ist der Rückgang sichtbar, sogar noch stärker als bei den Stückzahlen: Von 21,73 Mrd. Euro ist der Verkaufswert auf 16,58 Mrd. Euro im ersten Halbjahr von 2022 auf 2023 gesunken, also um -23,7 Prozent oder -5,15 Mrd. Euro.

„Unter den verschärften Kreditvergaberichtlinien leiden in erster Linie junge Paare und Jungfamilien. Das Ziel, dass sich Jungfamilien während ihrer Erwerbstätigkeit Eigentum schaffen können, ist aktuell in weite Ferne gerückt“, sagten die RE/MAX Vortragenden.

Die Beobachtungen am Markt durch RE/MAX

Häuser

Häuser über 450.000 Euro sind schwer finanzierbar und der Preis steht unter Druck. Unter 450.000 Euro gibt es Nachfrage, aber der Preis sinkt leicht.

Eigentumswohnungen

Eigentumswohnungen sind am schlechtesten nachgefragt, teilweise wegen zu hoher Preiswünsche der Verkäufer, manche sind sogar nicht verkaufbar. Der Preis ist rückläufig. Neubauten von Eigentumswohnungen sind wegen der hohen Baukosten stark rückläufig.

Grundstücke

Grundstücke ohne Bauzwang bewegen sich seitwärts bis noch leicht steigend. Grundstücke mit Bauzwang werden derzeit schlecht nachgefragt. Der Grund dafür ist, dass der in der Frist erforderliche Hausbau fast immer unfinanzierbar ist.

Allgemeine Marktlage

„Privatverkäufer können ihre Preisvorstellungen nicht mehr durchsetzen, sie sind gedanklich noch im alten Markt.Die Käufer dagegen sind bereits voll im neuen Markt. Für sie gibt es wieder Angebot, und können wieder viel besser auswählen. Zu hoch angebotene Immobilien laufen Gefahr Ladenhüter zu werden. Der Schaden kann hier enorm sein“, berichteten Martin Rachbauer und Christian Haidinger in ihren Vorträgen in Braunau, Ried und Mattighofen.

Die Vortragenden erwarten aber auf Grund der derzeitig rückläufigen Verkäufe und der Zurückhaltung der Bauträger in ein bis zwei Jahren einen gewissen Rückstau und dadurch wieder Bedarf auch an neuen Eigentumswohnungen.


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