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MATTIGHOFEN. Die Verhandlungen über einen Sozialplan für rund 500 Beschäftigte sind abgeschlossen. Wie die Gewerkschaft GPA Oberösterreich mitteilt, wurde nach intensiven Gesprächen ein „tragfähiger Kompromiss“ erzielt. Der Sozialplan wurde den Betroffenen bereits in einer Online-Betriebsversammlung vorgestellt.

Symbolfoto (Foto: Tips)
Symbolfoto (Foto: Tips)

Nach der Insolvenz des Motorradherstellers im November 2024 ist für die betroffenen Mitarbeiter der KTM AG nun endgültig ein Sozialplan vereinbart worden. Hauptinhalte sind zusätzliche finanzielle Leistungen und eine Insolvenzstiftung für Qualifizierung und Jobwechsel.

Produktion soll in OÖ bleiben

„In einem anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen Umfeld ist es uns gelungen, eine Lösung zu erarbeiten, die sowohl den Anforderungen einer nachhaltigen Fortführung des Unternehmens als auch den berechtigten sozialen Interessen der Mitarbeiter gerecht wird“, erklärt Wolfgang Gerstmayer, Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA Oberösterreich. „Wir sind zuversichtlich, dass dieser Sozialplan einen verlässlichen Rahmen für die notwendigen Veränderungen bietet und gleichzeitig dazu beiträgt, dass die KTM AG auch künftig hochwertige Motorräder in Oberösterreich produzieren kann.“

Finanzielle Hilfeleistungen

Laut Gewerkschaft soll die Einigung zwei Ziele verbinden: eine nachhaltige Fortführung des Unternehmens und sozial verträgliche Lösungen für jene, die ihren Arbeitsplatz verlieren. Beschäftigte, die über das AMS-Frühwarnsystem gemeldet sind, sollen demnach zusätzlich zu den regulären Ansprüchen weitere finanzielle Leistungen erhalten, die verschiedene soziale Aspekte berücksichtigen.

Insolvenzstiftung für Betroffene

Ein zentrales Element ist außerdem eine Insolvenzstiftung, die gemeinsam mit dem AMS Oberösterreich und dem Land Oberösterreich erarbeitet wurde. Sie soll Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote ermöglichen und den Übergang in neue Jobs erleichtern. Verhandelt wurde der Sozialplan laut GPA gemeinsam mit den Betriebsräten, auf Arbeitgeberseite waren die Personalabteilung und der Vorstand eingebunden.

„Wir haben gemeinsam mit allen relevanten Partnern in Oberösterreich konstruktiv an Lösungen für die Zukunft gearbeitet – mit einem klaren Fokus auf die Menschen und den Standort, nicht auf vergangene Fehlentscheidungen“, so Gerstmayer abschließend.


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