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„Kletzerl“ feiert Comeback: Übernahme der Kletzl-Produktion in Wildenau nach der Insolvenz 2024

Sabrina Antlinger, 06.02.2026 10:19

WILDENAU. Gute Nachrichten für die oberösterreichisch-bayerische Grenzregion: Der traditionsreiche Wursthersteller Kletzl in Wildenau, der 2024 Insolvenz anmelden musste, startet neu durch. Die Premium-Metzgerei Wasner aus dem bayerischen Bad Birnbach hat den Betrieb übernommen und die Produktion am Standort wieder aufgenommen.

Symbolfoto (Foto: Tips)
Symbolfoto (Foto: Tips)

Nach dem Stillstand infolge der Insolvenz im Frühjahr 2024 erhielt Wasner Ende 2024 den Zuschlag für die Übernahme, abgewickelt wurde sie im März 2025. Seither wurde kräftig investiert: Insgesamt 3,5 Millionen Euro flossen laut Firmenangaben in die Modernisierung der Anlagen „bei gleichzeitiger Erhaltung der handwerklichen DNA“, wie Wasner-Inhaber Hannes Weber betont. „Die Übernahme von Kletzl war für uns eine bewusste Standortentscheidung“, sagt Weber. Seit August 2025 werden in Wildenau nun wieder Wurstwaren für den österreichischen und deutschen Markt gefertigt.

Im Mittelpunkt steht die Rückkehr eines Klassikers: Die in Österreich bekannte Hartwurst „Kletzerl“ wurde parallel in einer Testproduktion nach Originalrezeptur vorbereitet. Der neue Eigentümer verweist dabei auf Standort und Herstellungsprozess als entscheidend für die typische Qualität. Der Verkaufsstart im Handel ist für März 2026 geplant, dann soll es die „Kletzerl“ in vier Varianten geben: Classic, Feurig, mit Käse sowie vegan.

Auch am Arbeitsmarkt setzt der Neustart ein Signal: 25 ehemalige Kletzl-Mitarbeiter sind bereits wieder beschäftigt. Mittelfristig soll die Belegschaft auf rund 60 Personen anwachsen. Zudem will Wasner künftig bestimmte Produktgruppen – etwa Rohwürste, Salami, Pökelwaren und Rohschinken – am Innviertler Standort bündeln, um die Kapazitäten gezielt auszubauen und das Sortiment zu erweitern.


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