"Keine kurze Vorgeschichte": Spatenstich für Umfahrung Mattighofen
MATTIGHOFEN. In Mattighofen fiel der Startschuss für den zweiten und dritten Bauabschnitt der Umfahrung Mattighofen-Munderfing. Erleichterung herrschte nicht nur bei Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) und Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner (FPÖ). Beide waren sich einig: solche Projekte müssen künftig schneller gehen.

Der Spatenstich für die Umfahrung Mattighofen-Munderfing sei ein Meilenstein, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer, insbesondere weil das Projekt „keine kurze Vorgeschichte“ habe. Bereits im Jahr 1988 wurde eine erste Studie für eine Entlastungsstraße erstellt, 2009 folgte der Beschluss der Trassenverordnung und die Einreichunterlagen für die Bauabschnitte zwei und drei wurden 2015 beziehungsweise 2017 zur Genehmigung vorgelegt. Es folgten zahlreiche rechtliche Verfahren in den folgenden Jahren, insbesondere die Frage einer möglichen Umweltverträglichkeitsprüfung stand im Mittelpunkt. Laut Stelzer gäbe es bereits genug Vorschriften und Paragraphen: „Was wir brauchen sind vernünftige Vorgehensweisen bei solchen Projekten.“ Dadurch werde der Wirtschafts- Arbeits- und Innovationsstandort Oberösterreich gestärkt. Und auch Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner stimmt zu: „Viele Dinge dauern hier zu lange.“ Die Umfahrung sei wichtig für die Wirtschaft in der Region und bringe mehr Verkehrssicherheit, weniger Belastung in den Ortszentren und eine leistungsfähige Straßeninfrastruktur.
Entlastung der Ortskerne
Von mehr Belebung des Ortsplatzes berichtete Munderfings Bürgermeister Martin Voggenberger (ÖVP). In seiner Gemeinde konnte bereits 2017 der erste Bauabschnitt der Umfahrung realisiert werden. Seither sei die Lebensqualität im Ort wesentlich gestiegen. Dies wünscht sich auch Mattighofens Bürgermeister Daniel Lang (ÖVP). Insbesondere erwartet er sich eine deutliche Entlastung für den Stadtplatz von Schwerlast- und Durchfahrtsverkehr und damit auch mehr Sicherheit und Schutz auch für die kleinsten Verkehrsteilnehmer.
Fertigstellung 2027
Die neue Trasse schließt im Süden bei der Umfahrung Munderfing an und verläuft entlang der Bahnlinie, quert den Schwemmbach und bindet über mehrere Knotenpunkte in das bestehende Straßennetz ein. Über einen neu errichteten Kreisverkehr wird die Strecke schließlich wieder an die B147 angebunden. Der zweite Bauabschnitt umfasst eine Länge von 5,63 Kilometer und hat ein Investitionsvolumen von rund 46 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 geplant.


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