KTM-Mutter Bajaj Mobility verzeichnet deutliche Erholung im ersten Halbjahr
MATTIGHOFEN. Nach den schwierigen letzten Jahren zeichnet sich bei der Bajaj Mobility AG, zu der auch Motorradhersteller KTM mit Sitz in Mattighofen gehört, eine Erholung ab. Im ersten Halbjahr 2026 konnten Umsatz und Ergebnis gesteigert werden. Besonders das zweite Quartal verlief erfolgreich: Erstmals seit Abschluss der Sanierungsverfahren schrieb die Gruppe wieder schwarze Zahlen beim operativen Ergebnis. Auch der Motorradabsatz der Marken KTM, Husqvarna und GasGas legte deutlich zu.

Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 65 Prozent auf 701,4 Millionen Euro. Besonders stark entwickelte sich das Motorradgeschäft der Marken KTM, Husqvarna und GasGas: Der Umsatz erhöhte sich um 109,1 Prozent auf 579,6 Millionen Euro. Insgesamt wurden 89.004 Motorräder verkauft, zusätzlich setzte Bajaj Auto 58.568 Motorräder in Indien ab.
Auch bei den Ergebniszahlen zeigt sich eine deutliche Verbesserung. Das EBITDA – also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen – drehte von minus 183,3 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025 auf plus 37,6 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag mit minus 24,8 Millionen Euro zwar noch im negativen Bereich, verbesserte sich aber ebenfalls deutlich.
Besonders positiv verlief das zweite Quartal. Hier erzielte die Gruppe erstmals seit Abschluss der Sanierungsverfahren wieder ein positives EBIT von 1,3 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht das einer Verbesserung um 166 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge stieg auf 8,7 Prozent.
Neben den höheren Verkaufszahlen trugen auch die Sparmaßnahmen zur Erholung bei. Durch Restrukturierungen und einen Abbau von rund 500 Stellen konnten die sogenannten Overheadkosten im zweiten Quartal um 56,9 Millionen Euro reduziert werden. Gleichzeitig wurden die weltweiten Lagerbestände um mehr als 10.000 Motorräder verringert.
Auch finanziell wurde die Basis gestärkt. Die Refinanzierung der KTM AG über 550 Millionen Euro senkte die laufende Zinsbelastung. Für die kommenden Monate setzt Bajaj Mobility auf weitere Kostensenkungen, neue Modelle und eine nachhaltige Rückkehr zu Profitabilität und positivem Cashflow.








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