Lesung: Der NS-Faschismus in Schulbüchern
BURGKIRCHEN. Die öffentliche Bibliothek lädt zu ihrer jährlichen Lesung. Heuer ist der gebürtige Burgkirchner Robert Krotzer eingeladen, der sich in seinem ersten Buch mit der Darstellung des nationalsozialistischen Faschismus in österreichischen Schulbüchern kritisch auseinandersetzt.

„Langes Schweigen“ heißt das Buch von Robert Krotzer und ein ebensolches habe laut dem Autor im Österreich der Nachkriegszeit auch lange über die dunklen Jahre des NS-Faschismus geherrscht - gerade in den Schulen. Der gebürtige Burgkirchner Historiker hat 30 Schul-Geschichtsbücher der Zweiten Republik darauf untersucht, wie in ihnen der Aufstieg des Faschismus, die NS-Ideologie, der Holocaust oder der antifaschistische Widerstand über die Jahrzehnte hinweg dargestellt wurden. Daraus entstand ein kritischer Blick auf den Umgang Österreichs mit seiner braunen Vergangenheit - und die Ermutigung für eine Geschichtsvermittlung, die gerade junge Menschen befähigen soll, aus der Vergangenheit für eine lebenswerte Zukunft zu lernen. Robert Krotzer absolvierte in Graz das Lehramtsstudium für Geschichte und Deutsch. Er ist als AHS-Lehrer tätig und Gemeinderat in Graz.
Lesung
Am Freitag, 28. Oktober, liest er um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Burgkirchen aus seinem neuen Buch. Für die musikalische Umrahmung sorgt Richard Ortner. Der Eintritt beträgt 5 Euro inklusive Imbiss.


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