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Nur einige Stunden nachdem Schüler der HTL und HWL Steyr das Friedenslicht aus Bethlehem an Antonio Tajani, den Präsidenten des Europäischen Parlaments, und an die Stadt Straßburg übergaben, wurde die „Hauptstadt Europas“ durch einen Terroranschlag erschüttert.     

Friedliche Stimmung in Straßburg am Montag, 10. Dezember. (Foto: Tarabic)
  1 / 4   Friedliche Stimmung in Straßburg am Montag, 10. Dezember. (Foto: Tarabic)

Straßburg gilt offiziell als die Weihnachtshauptstadt Europas. Zahlreiche Adventmärkte machen die Stadt im Dezember zu einem wahren Touristenmagneten. Einer dieser Märkte wurde am Dienstag, 11. Dezember gegen 20 Uhr zum Schauplatz einer abscheulichen Tat, welche vom 29-jährigen Cherif Chekatt begangen wurde. Dabei verloren drei Menschen ihr Leben, viele weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

Zur Tatzeit weilte eine Abordnung der „Freunde der Landjugend“ in der Nähe von Straßburg, welche am Tag zuvor am feierlichen Akt der Friedenslichtübergabe teilnahm. Mit dabei war Gabriele Höfler, ehemalige Diersbacher Landjugendchefin. Im Gespräch mit Tips sprach die Innviertlerin über den Terroranschlag. 

Tips: Frau Höfler, wo erreichen wir Sie gerade und wie geht es Ihnen?

Höfler: Wir sind noch in der Nähe von Straßburg. Uns geht es den Umständen entsprechend gut. 

Tips: Wo waren Sie, als der Anschlag passierte?

Höfler: Zum Glück in unserem Hotel in Kehl (Deutschland), welches nur rund fünf Kilometer von Straßburg entfernt liegt. Wir waren gegen 18 Uhr noch in der Gegend, wo sich der Anschlag ereignete und sind dann ins Hotel gefahren, um uns umzuziehen. Eigentlich wollten wir sofort wieder zurück. Wir hatten schon einen Tisch um 20.30 Uhr in der Altstadt für das Abendessen reserviert. Ein Teil unserer Gruppe hatten sogar überlegt, nicht ins Hotel zu fahren, sondern gleich auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Zu Glück sind sie mit uns mit. 

Tips: Wie haben Sie die Situation wahrgenommen?

Höfler: Wir wollten gerade wieder los, als uns ein Hotel-Mitarbeiter mitteilte, dass wir nicht nach Straßburg können, weil dort gerade Schüsse gefallen waren und die Innenstadt komplett abgeriegelt wurde. Kurze Zeit später sahen wir schon überall Polizeiautos fahren. Dass es sich um einen Terroranschlag handelt, erfuhren wir erst später aus den Medien. Auf den zahlreichen Videos, welche im Internet zu finden sind, haben wir dann gesehen, dass der Anschlag ungefähr dort passierte, wo wir am Vortag noch die wunderschöne Weihnachtsatmosphäre dieser tollen Stadt genossen haben. 

 Tips: Hatten Sie während des Aufenthaltes in der Altstadt jemals das Gefühl, sich nicht sicher zu fühlen?

Höfler: Nein, zu keinem Zeitpunkt. Der große Weihnachtsmarkt, in dessen unmittelbarer Nähe sich das Attentat ereignete, war sehr gut bewacht. Unsere Handtaschen wurden am Eingang sogar kontrolliert. Auf dem Markt waren auch sehr viele Soldaten. Es war zwar eine etwas schräge Situation, aber wir fühlten uns in jeder Sekunde sicher. Niemand dachte, dass hier Stunden später ein Anschlag passiert.


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